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13 Gläubige sterben bei Anschlag auf Moschee in Bagdad

Der Irak «am Scheideweg»: Erneut hat ein Bombenattentat Bagdad erschüttert. Diesmal richtete sich die Gewalt gegen eine sunnitische Moschee.

Ein Bombenanschlag auf eine sunnitische Moschee in Bagdad hat mindestens 13 Gläubige in den Tod gerissen, 35 weitere wurden verletzt. Dies teilte die Polizei in der irakischen Hauptstadt mit. Der Anschlag wenige Tage nach Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan richtete sich gegen die Chalid-al-Walid-Moschee im Viertel Dora im Süden der Stadt.

Zudem sprengte sich ein Selbstmordattentäter in der Stadt al-Abbara etwa 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad in die Luft und tötete drei Menschen. Dort wurden zehn weitere Menschen verletzt.

2600 Tote

Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak hatte sich zuletzt zugespitzt. Schiiten dominieren die Regierung des Landes. Gewalt zwischen Extremisten beider Gruppen hat seit Anfang April 2600 Menschen das Leben gekostet. Erst am Freitag waren bei einer Serie von Terroranschlägen im Irak 44 Menschen umgekommen.

Angesichts der wachsenden Zahl von Anschlägen hatte der Leiter der UNO-Menschenrechtsmission im Irak, Franceso Motta, Mitte der Woche vor einem Bürgerkrieg gewarnt.

Der Irak stehe «am Scheideweg», sagte Motta, der politische Stillstand in Bagdad, die Rivalität zwischen Sunniten und Schiiten und äussere Einflüsse wie etwa der Bürgerkrieg in Syrien gefährdeten die Stabilität des Landes.

AP/mw

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