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Acht Tuareg bei Selbstmordanschlag in Mali getötet

Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in seinem Auto im Norden Malis in die Luft. Ziel des Anschlags war ein von Tuareg-Kämpfern betreuter Kontrollpunkt im Osten der Stadt Kidal.

Im Norden Malis bekämpfen sich Tuareg und Islamisten: Ein durch eine Explosion zerstörtes Auto. (Archivbild)
Im Norden Malis bekämpfen sich Tuareg und Islamisten: Ein durch eine Explosion zerstörtes Auto. (Archivbild)
Keystone

Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Kidal im Nordosten Malis sind mehrere Menschen getötet worden. Wie die Tuareg-Bewegung MNLA mitteilte, sprengte sich ein Attentäter am Dienstagabend in einem mit Sprengstoff präparierten Auto in die Luft.

Acht MNLA-Kämpfer seien bei der Explosion an einem von der MNLA gehaltenen Kontrollpunkt im Osten der Stadt ums Leben gekommen, mehrere weitere verletzt worden. Nach Angaben von Ärzten riss der Attentäter mindestens sechs Kämpfer mit in den Tod.

Tuareg von Islamsiten verdrängt

Die säkular ausgerichtete MNLA hatte im vergangenen Jahr an der Seite islamistischer Gruppen den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht, war dann aber von den Islamisten verdrängt worden.

Frankreich intervenierte darauf im Januar mit etwa 4000 Soldaten in der ehemaligen Kolonie, um den Vormarsch der islamischen Kämpfer auf die Hauptstadt Bamako im Süden zu stoppen. Bei dieser Intervention stellte sich die MNLA auf die Seite Frankreichs und übernahm wieder die Kontrolle über Teile Kidals.

Mangelnde Unterstützung beklagt

Die Vereinten Nationen beklagten unterdessen eine mangelnde finanzielle Unterstützung seitens der internationalen Gemeinschaft für das westafrikanische Krisenland. Von einem Aufruf von Hilfen in Höhe von 373 Millionen Dollar seien erst 17 Millionen Dollar eingetroffen.

Dies sagte der Vorsitzende des UNO-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), John Ging, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in New York. Seinen Angaben zufolge wurden bereits 170'000 Malier aus dem Kampfgebiet zur Flucht in die Nachbarländer gezwungen. Weitere 260'000 Zivilisten seien im Inland auf der Flucht.

SDA/chk

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