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Ägyptischer Oppositioneller festgenommen

Der Menschenrechtler Alaa Abdel Fattah wurde in Kairo verhaftet. Er soll laut Behörden gegen ein neues Versammlungsrecht protestiert haben. Bei einer Demonstration wurde derweil ein Student getötet.

Ihm wird Anstacherlung zur Gewalt vorgeworfen: Alaa Abdel Fattah. (Archivbild)
Ihm wird Anstacherlung zur Gewalt vorgeworfen: Alaa Abdel Fattah. (Archivbild)
AFP

Der prominente ägyptische Oppositionelle Alaa Abdel Fattah ist in Kairo festgenommen worden. Sicherheitskräfte hätten den Demokratieaktivisten am Donnerstagabend in seinem Haus im Westen von Kairo festgenommen, schrieb seine Frau Manal Hassan auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. Demnach wurde sie bei der Festnahme geschlagen. Die Sicherheitskräfte bestätigten die Festnahme und erklärten, Abdel Fattah werde Anstachelung zur Gewalt vorgeworfen.

Ihren Angaben zufolge hatte die Justiz am Mittwoch die Festnahme Abdel Fattahs sowie des Aktivisten Ahmed Maher angeordnet. Maher ist der Gründer der Bewegung vom 6. April, die die Proteste gegen den langjährigen Machthaber Hosni Mubarak im Januar 2011 angeführt hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, gegen ein neues Gesetz verstossen zu haben, das dazu verpflichtet, Proteste drei Tage im Voraus anzumelden und vom Innenministerium genehmigen zu lassen.

Bei einer Demonstration auf dem Gelände der Universität in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist am Donnerstag ein Student getötet worden. Wie ein Sprecher der Gerichtsmedizin sagte, hatte der 19-Jährige in Kairo Ingenieurwissenschaft studiert.

Nach Angaben von Augenzeugen setzte die Polizei Wasserwerfer, Tränengas und Bleimunition gegen die Demonstranten ein, die für eine Wiedereinsetzung des vom Militär gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi demonstriert hatten. Nach Angaben von Rettungskräften wurden bei den Zusammenstössen sieben weitere Menschen verletzt.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mursi im Juli und der Machtübernahme durch die Armee gibt es in Ägypten fast täglich Proteste.

(AFP)

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