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Assad befürchtet Militäreinsatz des Westens

Die Vorwürfe gegen Syrien seien «das Vorspiel für einen Krieg», sagte der syrische Präsident in einem Interview. In Damaskus starben währenddessen mehrere Menschen, als eine Autobombe explodierte.

Äusserte sich gegenüber der staatlichen argentinischen Nachrichtenagentur: Der syrische Präsident Bashar al-Assad.
Äusserte sich gegenüber der staatlichen argentinischen Nachrichtenagentur: Der syrische Präsident Bashar al-Assad.
AFP

Der syrische Staatspräsident Bashar al-Assad befürchtet eine militärische Intervention des Westens in seinem Land. «Täglich gibt es neue Vorwürfe gegen Syrien wegen des Einsatzes von Chemiewaffen oder Forderungen nach meinem Rücktritt», sagte Assad in einem am Samstag veröffentlichten Interview der staatlichen argentinischen Nachrichtenagentur Télam. «Wahrscheinlich soll das als Vorspiel für einen Krieg gegen unser Land dienen.»

Der syrische Präsident wies die Forderungen der Opposition nach seinem Rücktritt erneut zurück. Er sei allerdings zu Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts bereit.

Tote durch Autobombe in Damaskus

Währenddessen sind in der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Angaben staatlicher Medien mindestens drei Menschen durch eine Autobombe getötet worden. Der starke Sprengsatz sei im nördlichen Viertel Rokn Eddin explodiert und habe nach vorläufigen Angaben fünf weitere Menschen verletzt, berichtete das Staatsfernsehen am Abend. Ein Bombenräumkommando sei dabei, einen weiteren Sprengsatz zu entschärfen. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mindestens fünf Toten und mehreren Verletzten in Lebensgefahr.

Das Staatsfernsehen schrieb den Anschlag «Terroristen» zu. So bezeichnen regierungstreue Medien in der Regel die von islamistischen Kämpfern unterstützten Rebellen. In den vergangenen Monaten war Damaskus immer wieder von Anschlägen erschüttert worden. Der Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad hat sich seit März 2011 in Syrien zu einem blutigen Bürgerkrieg ausgeweitet. Zehntausende Menschen wurden in dem Konflikt getötet und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Anfang Juni sollen die Bürgerkriegs-Parteien auf einer Konferenz in Genf über eine politische Lösung diskutieren.

sda/AFP/fko

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