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Blutiger Angriff auf christliche Dörfer – die Armee schaut zu

Bei einer blutigen Attacke auf zwei christliche Dörfer in Nigeria kamen mindestens 15 Menschen ums Leben. Armeeangehörige sollen die Hilfsschreie der Dorfbewohner ignoriert haben.

Regelmässig kommt es in Nigeria zu Angriffen auf Christen: Dorfbewohner von Kutu beim Transport einer Leiche im Januar 2010.
Regelmässig kommt es in Nigeria zu Angriffen auf Christen: Dorfbewohner von Kutu beim Transport einer Leiche im Januar 2010.
Keystone

Mit Gewehren und Macheten bewaffnete Männer haben in Nigeria nach Angaben der Behörden Bewohner zweier christlicher Dörfer angegriffen. Mindestens 15 Menschen wurden dabei getötet.

Im Dorf Kuru seien drei Häuser angegriffen worden, teilte der örtliche Verwaltungschef der Region Riyom, Simon Mwaekwom, am Dienstag mit. Der Ort liegt rund 30 Kilometer von der zentralnigerianischen Stadt Jos entfernt, die als Schauplatz religiöser Spannungen zwischen Christen und Muslimen gilt.

Schreckliche Szenen

«Es spielten sich schreckliche Szenen ab,» sagte Mwaekwom der Nachrichtenagentur AP. Die Angreifer hätten die Bewohner der Häuser gegen Mitternacht aufgeweckt, indem sie Salven abgefeuert hätten. Daraufhin seien die verängstigten Menschen gezwungen worden, ins Freie zu kommen.

Die Männer hätten die Häuser in Brand gesteckt und die Leute mit Macheten angegriffen. Dabei seien mindestens 13 Personen, darunter Frauen und Kinder, getötet und drei weitere verletzt worden. Anwohner haben laut Mwaekwom in der Nähe stationierte Armeeangehörige um Hilfe gebeten. Diese wollten aber nicht helfen.

Bestrafung für die Soldaten

Der örtliche Brigade-Kommandant, Hassan Umaru, erklärte, man werde die Soldaten bestrafen, falls sich die Anschuldigungen bewahrheiten sollten. Kurz nach der Bluttat von Kuru wurde nach Darstellung Umarus das mehrheitlich von Christen bewohnte Dorf Fagawon angegriffen. Dort seien zwei Menschen getötet worden.

SDA/mrs

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