Zum Hauptinhalt springen

«Das ist ein gigantischer Schritt»

Ist der Bürgerkrieg in Syrien – und damit die Flüchtlingskrise – bald zu Ende? US-Aussenminister John Kerry macht grosse Hoffnungen.

«Wenn wir das hinkriegen, dann eröffnet das viele Möglichkeiten»: John Kerry vor dem Treffen mit dem französischen Präsidenten Hollande. (17. November 2015)
«Wenn wir das hinkriegen, dann eröffnet das viele Möglichkeiten»: John Kerry vor dem Treffen mit dem französischen Präsidenten Hollande. (17. November 2015)
Keystone

«Wir stehen womöglich nur Wochen vor einer grossen Veränderung für Syrien – viele Leute sehen das nicht, aber das ist Realität», sagte Kerry am Dienstag in Paris. «Wir reden nicht über Monate, wir reden hoffentlich über Wochen.»

Er bezog sich auf die internationalen Syrien-Gespräche in Wien am vergangenen Wochenende, die auf eine politische Lösung und einen Waffenstillstand für Syrien abzielten. Ein Ende des mehr als vierjährigen Bürgerkriegs würde auch den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat enorm unterstützen, sagte Kerry. «Das ist ein riesiger Schritt. Wenn wir das hinkriegen, dann eröffnet das viele Möglichkeiten.»

Baldige Waffenruhe?

Saudiarabien soll bis Mitte Dezember eine Konferenz abhalten, bei der sich die syrische Opposition auf eine Delegation für Verhandlungen mit der Regierung von Präsident Bashar al-Assad einigen soll. Sobald diese Verhandlungen anfangen, soll nach den Wiener Beschlüssen eine Waffenruhe gelten. Diese würde es dann allen Kräften vor Ort erlauben, sich auf den Kampf gegen den IS zu konzentrieren.

In Syrien herrscht seit 2011 ein Bürgerkrieg, bei dem bislang rund 250'000 Menschen starben, Millionen wurden in die Flucht getrieben. Der Westen unterstützt die gemässigte Opposition in Syrien und dringt darauf, dass Bashar al-Assad die Macht abgibt.

Seite an Seite mit Paris

Kerry war am Montag in Paris eingetroffen, wo er drei Tage nach der Anschlagsserie in der französischen Hauptstadt seine Entschlossenheit im Kampf gegen die Islamisten bekräftigte. Der IS hatte sich zu den Anschlägen in Paris bekannt, bei denen am Freitagabend mindestens sieben Attentäter 129 Menschen getötet hatten.

AFP

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch