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Dieser Mann will Ben Ali beerben

Nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten beginnt der politische Kampf um dessen Nachfolge. Ein Politiker, dessen Partei bis vor kurzem verboten war, bekundet als erster öffentlich Interesse.

Sein Partei war unter Ben Ali verboten: Moncef Marzouki.
Sein Partei war unter Ben Ali verboten: Moncef Marzouki.
AFP

Am Montag kündigte der ehemalige Vorsitzende der tunesischen Menschenrechtsliga Moncef Marzouki seine Kandidatur für die bis Mitte März vorgesehenen Neuwahlen an. Die Wahlen wären die ersten freien Wahlen in dem nordafrikanischen Mittelmeerland seit Jahrzehnten. Der 65 Jahre alte Medizinprofessor Marzouki leitet die Partei Republikanischer Kongress (CPR). Die Bewegung setzt sich für einen demokratischen Staat ein und war unter Ben Ali verboten.

Tunesiens Präsident Ben Ali war am Freitag nach 23 Jahren an der Macht gestürzt worden und hat sich nach Saudiarabien abgesetzt. Auslöser seines Abgangs waren Massenproteste gegen Korruption und hohe Arbeitslosigkeit. Sie hatten sich in der vergangenen Woche zu einem Volksaufstand ausgeweitet.

Lage in Tunis hat sich entspannt

Übergangspräsident Foued Mebazaa soll nun Neuwahlen vorbereiten. Bereits heute sollte zudem eine Interimsregierung aus Oppositionspolitikern und Unabhängigen vorgestellt werden. In Tunis war die Lage am Vormittag relativ ruhig.

SDA/miw

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