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Erdogan spannt im Kampf gegen die PKK mit dem Iran zusammen

Laut dem türkischen Ministerpräsidenten werden die Streitkräfte beider Länder eine Offensive gegen die Kurdische Arbeiterpartei starten. Noch ist unklar, ob dabei Bodentruppen eingesetzt werden.

«Es wird einen Preis haben»: Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.
«Es wird einen Preis haben»: Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.
Keystone

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine gemeinsame Offensive der iranischen und der türkischen Streitkräfte gegen kurdische Rebellen im Nordirak angekündigt. Beide Länder arbeiteten zusammen und seien entschlossen, sagte er. Es gebe keine Verzögerungen.

Ziel der Operation wären wohl Rebellenstützpunkte in den Kandil-Bergen an der iranisch-irakischen Grenze, tief in irakischem Territorium. «Es tut mir leid, das zu sagen, aber es wird einen Preis haben», sagte Erdogan offenbar in Erwartung der Opfer einer Offensive über die Landesgrenzen hinaus. Zunächst blieb allerdings unklar, ob Erdogan einen hochriskanten Einsatz von Bodentruppen plant. Die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK), die für ein autonomes Gebiet im Südosten der Türkei kämpft, hat die Berge rund um ihre Stützpunkte vermint.

In der Vergangenheit haben die iranischen Streitkräfte vermutete PKK-Stützpunkte im Nordirak mit Artillerie angegriffen und die türkische Luftwaffe flog Luftangriffe gegen die Lager. Berichten zufolge sollen sich die Rebellen in tiefen Höhlen vor den Bombardements verstecken. Von den Kandil-Bergen aus bekämpft ein Teil der kurdischen Rebellen auch die iranische Regierung, der sie die Diskriminierung der Kurden im Iran vorwerfen.

dapd/kpn

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