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Flüchtlinge verhungern vor dem bezugsbereiten Lager

Täglich fliehen Hunderte Somalier nach Dadaab in Kenia. Die Regierung in Nairobi verweigert ihnen jedoch den Zutritt zu einem neuen Flüchtlingscamp, das die UNO errichtet hat.

Ins nahe gelegene, vorbereitete Lager können sie nicht: Neu angekommene somalische Flüchtlinge bauen sich im Lager bei Dadaab eine behelfsmässige Unterkunft.
Ins nahe gelegene, vorbereitete Lager können sie nicht: Neu angekommene somalische Flüchtlinge bauen sich im Lager bei Dadaab eine behelfsmässige Unterkunft.
Reuters

Vor der kenianischen Kleinstadt Dadaab nahe der somalischen Grenze liegt eines der grössten Flüchtlingslager der Welt. Das Camp wurde vor 20 Jahren errichtet, als der Staat in Somalia kollabierte. Damals plante man für 90'000 Menschen. Die Infrastruktur ist noch dieselbe, doch heute leben 350'000 Personen hier, 98 Prozent davon Somalier. Drei Generationen sind es inzwischen, und die jüngste kommt gerade an. Seit Januar sind 40'000 Menschen in Dadaab eingetroffen, vier Fünftel davon Frauen und Kinder. Sie flohen vor dem Bürgerkrieg und der Dürre, die sich wegen der spärlichen Regenfälle am Horn von Afrika verschlimmert hat. Bis Ende Jahr rechnet das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit mehr als einer halben Million Flüchtlingen aus Somalia in Kenia.

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