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Flüchtlingsmisere in Elfenbeinküste – Lebensmittel werden knapp

Tausende Menschen verlassen das Land Richtung Liberia. Die afrikanische Gemeinschaft droht derweil dem unterlegenen Staatschef Laurent Gbagbo mit einem gewaltsamen Sturz.

Keine Lösung: Der ivorische Machthaber zusammen mit Kenias Premierminister und Vermittler Raila Odinga.
Keine Lösung: Der ivorische Machthaber zusammen mit Kenias Premierminister und Vermittler Raila Odinga.
Keystone
Die Spannungen nehmen zu: Ein ausgebrannter Lastwagen in Abidjan am 13. Januar 2011.
Die Spannungen nehmen zu: Ein ausgebrannter Lastwagen in Abidjan am 13. Januar 2011.
Keystone
Soldaten bezeugen Gbagbos neuem Verteidigungsminister Alain Dogou am 9. Dezember in Abidjan die Ehre.
Soldaten bezeugen Gbagbos neuem Verteidigungsminister Alain Dogou am 9. Dezember in Abidjan die Ehre.
Reuters
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Im Zuge der gewaltsamen Unruhen bei der umstrittenen Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste haben nach Angaben des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) Tausende Menschen das Land verlassen.

14'000 Menschen hätten im Osten Liberias Zuflucht gefunden, teilte das in Genf ansässige UNHCR am Samstag mit. Bei den Flüchtlingen handelt es sich demnach mehrheitlich um Frauen und Kinder.

Die wachsende Zahl der Neuankömmlinge und die daraus resultierenden Belastungen für die örtlichen Dorfgemeinschaften in Liberia erhöhe die allgemeine humanitäre Not, hiess es weiter. Trotz Bemühungen von Hilfsorganisationen und der liberianischen Regierung sei zunehmende Lebensmittelknappheit festgestellt worden.

Afrikanische Gemeinschaft schreckt nicht vor Gewalt zurück

Unterdessen hat die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) dem offiziell unterlegenen Staatschef der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo mit einem Sturz gedroht, sollte er sein Amt nicht freiwillig an den Sieger der Präsidentschaftswahl, Alassane Ouattara, abgeben.

Die Regionalgemeinschaft dränge Laurent Gbagbo ultimativ zur Aufgabe und werde wenn nötig auch «legitime Gewalt» anwenden, erklärte ECOWAS-Präsident James Gbeho nach einem Krisengipfel in Nigeria.

Mindestens 173 Tote bei Unruhen

Gbagbo hält trotz internationalen Drucks an seinem Amt fest und hat damit Ängste vor einen neuen gewaltsamen Konflikt geschürt. Unruhen nach der Präsidentenwahl haben nach Angaben der Vereinten Nationen bislang mindestens 173 Menschen das Leben gekostet, deutlich mehr als bisher angenommen.

Outtara verurteilte die jüngsten Gewaltausbrüche in seiner Heimat. Vielerorts seien schwerwiegende Menschenrechtsverstösse verzeichnet worden, sagte er am Freitag in einer Rede in dem Hotel in Abidjan, in dem er und seine Anhänger nach der Wahl Quartier bezogen haben.

Er werde alles tun, damit sich solche Gräueltaten nicht wiederholten. Zugleich rief er die Streitkräfte und die UNO auf, für den Schutz der Zivilbevölkerung zu sorgen.

SDA/miw

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