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Fragwürdige Bundesgenossen

«Die Kurden» als solche gibt es in Syrien nicht. Die ethnische Minderheit ist politisch uneins.

Jenseits der sich andeutenden menschlichen Katastrophe: Türkische Kurden blicken gebannt über die Grenze auf die umkämpfte syrische Stadt Kobani. Foto: Umit Bektas (Reuters)
Jenseits der sich andeutenden menschlichen Katastrophe: Türkische Kurden blicken gebannt über die Grenze auf die umkämpfte syrische Stadt Kobani. Foto: Umit Bektas (Reuters)

Das Grenzstädtchen Kobani kannte bis vor kurzem kaum ein Mensch ausserhalb Syriens oder der Türkei. Nun ist der kurdisch-syrische Ort selbst den Grossen der Welt so geläufig geworden wie die Namen der Hauptstädte der wichtigsten Industrienationen. US-Präsident Barack Obama nimmt ihn in den Mund, auch die deutsche Kanzlerin weiss um Kobani. Der Grund für die plötzliche Bekanntheit der tristen Schmugglerstadt: Kämpfer des Islamischen Staats, berüchtigt als Kopfabschneider, belagern Kobani. Sie drohen, die Ein­wohner zu massakrieren, was bald geschehen könnte.

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