Freie Fahrt für britischen Tanker

Vor rund zwei Monaten hatten die iranischen Revolutionsgarden die Kontrolle über die «Stena Impero» übernommen.

Der Streit um den vom Iran festgesetzten Öltanker «Stena Impero» ist beigelegt. Bild: Reuters

Der Streit um den vom Iran festgesetzten Öltanker «Stena Impero» ist beigelegt. Bild: Reuters

Der Iran hat den britischen Öltanker «Stena Impero» freigegeben. Nach einem entsprechenden Beschluss darf der Tanker den Hafen von Bandar Abbas verlassen und sich in Richtung internationaler Gewässer aufmachen.

Die Entscheidungen vor Ort zeigten, dass der Tanker losfahren dürfe, sagte der Sprecher laut Fars Nachrichtenagentur. Ob das Schiff bereits den Iran verlassen hat, sagte er nicht.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Schiff am 19. Juli unter dem Vorwurf festgesetzt, Vorschriften des Seerechts im Persischen Golf missachtet zu haben. Die juristischen Untersuchungen in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas hatten laut Teheran 65 Tage gedauert.

Rohani will um Unterstützung werben

Der iranische Präsident Hassan Rohani will bei der Uno-Generaldebatte in New York angesichts der US-Kampagne des «maximalen Drucks» um Unterstützung für sein Land werben.

Er werde den Völkern und Ländern der Welt erklären, welch «grausame Massnahmen gegen die iranische Nation ergriffen worden» seien, sagte Rohani am Montag vor Reportern am Teheraner Flughafen Mehrabad vor seinem Abflug nach New York. Die Ausstellung der Visa für die iranische Delegation seitens der US-Regierung hatte sich zuvor verzögert, weshalb die Teilnahme von Rohani und Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif an dem Uno-Treffen in New York lange unklar war.

Rohani betonte, «wenn die Amerikaner nicht willens sind, müssen wir darauf bestehen zu fahren». Es sei «essentiell» für die Iraner, an der Uno-Generaldebatte teilzunehmen, um Gespräche zu führen.

Rohani will in New York einen Friedensplan für den Persischen Golf vorstellen und hat alle Anrainerstaaten eingeladen, sich der Initiative für regionale Sicherheit anzuschliessen. Die Lage in der Golfregion hat sich seit dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran und der Verhängung neuer Handels- und Finanzsanktionen immer weiter zugespitzt, und die Region zuletzt an den Rand eines Kriegs gebracht.

red/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt