Zum Hauptinhalt springen

Hadsch startet heute – aber ohne Iraner

Trotz der Massenpanik mit tausenden Toten im letzten Jahr sind über eine Million Muslime nach Mekka gekommen. Iranische Pilger dürfen jedoch nicht teilnehmen.

Der Hadsch wird bis 14. September dauern: Pilger berühren die goldene Türe der Kaaba in Mekka, als «Haus Gottes» das grösste islamische Heiligtum. (9. September 2016).
Der Hadsch wird bis 14. September dauern: Pilger berühren die goldene Türe der Kaaba in Mekka, als «Haus Gottes» das grösste islamische Heiligtum. (9. September 2016).
Fazry Ismail, Keystone
Pilger betreten die Grosse Moschee in Mekka.
Pilger betreten die Grosse Moschee in Mekka.
Fazry Ismail, Keystone
Mit Bildern des schiitischen Kleriker Scheich Isa Qassim aus Bahrain: Iraner bei einer anti-saudischen Demonstration in Teheran. (9. September 2016).
Mit Bildern des schiitischen Kleriker Scheich Isa Qassim aus Bahrain: Iraner bei einer anti-saudischen Demonstration in Teheran. (9. September 2016).
Str, AFP
1 / 8

Obwohl 2015 eine Massenpanik tausende Tote forderte, haben bereits mehr als eine Million Muslime ihre traditionelle Pilgerfahrt, den Hadsch, begonnen. Am Samstag umrundeten die in weisse Gewänder gehüllten Gläubigen die Kabaa, das grösste islamische Heiligtum in der Grossen Moschee von Mekka, bevor sie in Richtung der Zeltstadt Mina weiterzogen, wo sie die Nacht verbringen. Nach der Massenpanik mit vermutlich mehr als 2000 Toten im vergangenen Jahr findet der Hadsch unter besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Nicht dabei sind in diesem Jahr iranische Pilger, denen ihre Regierung die Teilnahme untersagte. Der schiitische Iran hatte dem sunnitischen Saudiarabien vorgeworfen, für die Massenpanik mitverantwortlich gewesen zu sein. Auch 460 Iraner waren nach Angaben der Regierung in Teheran unter den Toten. Saudiarabien spricht bis heute offiziell nur von insgesamt 769 Toten. Eine Zusammenstellung der Opferzahlen aus den verschiedenen Ländern ergibt dagegen eine Zahl von mindestens 2426 Toten.

Grossmufti sagt kurz vorher Hauptpredigt ab

Erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten wird der oberste Geistliche Saudiarabiens, Grossmufti Scheich Abdelasis al-Scheich, in diesem Jahr nicht die wichtige Hadsch-Predigt halten. Wie die Zeitung «Al-Riad» am Samstag berichtete, wird der Grossmufti für die Predigt am Sonntag durch Scheich Saleh bin Hamid ersetzt. Dieser war zuvor Vorsitzender des Schura-Rats.

Die Zeitung nannte keinen Grund für die Änderung. Der Grossmufti hatte seit 1981 die Predigt bei der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch gehalten. Der Geistliche hatte jüngst für eine Kontroverse gesorgt, als er mit der Aussage zitiert wurde, die schiitischen Anführer des Irans seien «keine Muslime». Der Grossmufti reagierte damit auf Kritik des Obersten Führers des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, an der Reaktion Saudiarabiens auf die Massenpanik.

SDA/sep

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch