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Heftige Proteste in Tunesien trotz Ausgangssperre

In Tunesien dauern die Proteste gegen die Regierung von Mohammed Ghannouchi an. Die Teilnehmer der «Karawane der Befreiung» haben vor dem Regierungssitz in Tunis übernachtet.

Bei einem Angriff auf die US-Botschaft in Tunis kommen mindestens vier Menschen ums Leben. Eine aufgebrachte Menschenmenge hatte aus Protest gegen ein amerikanisches Schmähvideo über den Propheten Mohammed die Botschaft attackiert.
Bei einem Angriff auf die US-Botschaft in Tunis kommen mindestens vier Menschen ums Leben. Eine aufgebrachte Menschenmenge hatte aus Protest gegen ein amerikanisches Schmähvideo über den Propheten Mohammed die Botschaft attackiert.
Keystone
epa03377374 Tunisian followers of the Ennahda party, shout slogans in a show of support for the Tunisian government, in Tunis, Tunisia, 31 August 2012. According to media reports on 31 August 2012, the Tunisian Presidency extended the state of emergency until 30 September 2012. The state of emergency has been put in place on 14 January 2011, following the uprising in the country and the departure of former Tunisian President Zine El-Abidine Ben Ali.  EPA/STR
epa03377374 Tunisian followers of the Ennahda party, shout slogans in a show of support for the Tunisian government, in Tunis, Tunisia, 31 August 2012. According to media reports on 31 August 2012, the Tunisian Presidency extended the state of emergency until 30 September 2012. The state of emergency has been put in place on 14 January 2011, following the uprising in the country and the departure of former Tunisian President Zine El-Abidine Ben Ali. EPA/STR
Keystone
Ein arbeitsloser Hochschulabsolvent zündet sich aus Protest gegen das Regime auf dem Marktplatz von Sidi Bouzid an. Die Behörden hatten immer wieder seine Waren konfisziert, weil er keine Lizenz hatte.
Ein arbeitsloser Hochschulabsolvent zündet sich aus Protest gegen das Regime auf dem Marktplatz von Sidi Bouzid an. Die Behörden hatten immer wieder seine Waren konfisziert, weil er keine Lizenz hatte.
Keystone
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Die Polizei griff zunächst nicht ein. Etwa 1000 Menschen waren am Sonntag aus der Stadt Sidi Bouzid, in der der Aufstand gegen den ausser Landes geflohenen Ex-Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali seinen Anfang genommen hatte, vor den Regierungssitz in Tunis gezogen. Sie fordern eine «saubere» Regierung ohne Vertreter des gestürzten Regimes. Dabei wurden sie von Demonstranten aus anderen Landesteilen unterstützt.

Die Nacht vor dem Regierungssitz verbracht

Sie wollten nicht abziehen, bevor die Übergangsregierung gestürzt sei, und deshalb würden sie auch die Nacht vor dem Regierungssitz verbringen, verkündeten die Demonstranten nach Berichten des Senders France Info.

Ein Polizeioffizier zeigte sich trotz Ausgangssperre verständnisvoll: «Wir lassen sie wahrscheinlich hierbleiben, weil sie von weit her kommen und nirgendwohin können. Aber wir werden sie daran hindern, in der Stadt umherzuziehen.»

SDA/pbe

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