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Innenminister: Regierungspartei in Djibouti gewinnt Wahlen

Bei den Parlamentswahlen im ostafrikanischen Djibouti hat die Partei um Ismael Omar Guelleh nach Regierungsangaben am meisten Stimmen erzielt. Die Opposition spricht von «wie üblich massivem Betrug».

Der zweite Staatschef seit der Unabhängigkeit 1977: Ismael Omar Guelleh (rechts) 2011 bei einem Besuch von US-Verteidigungsminister Leon Panetta.
Der zweite Staatschef seit der Unabhängigkeit 1977: Ismael Omar Guelleh (rechts) 2011 bei einem Besuch von US-Verteidigungsminister Leon Panetta.
AFP

Im ostafrikanischen Djibouti hat die regierende Partei nach Angaben des Innenministers die Parlamentswahl gewonnen. Die Union für eine Mehrheit des Präsidenten (UMP) hat demnach eine knappe Mehrheit vor dem Oppositionsbündnis.

Die UMP habe in der Hauptstadt Djibouti , wo drei Viertel der Einwohner des Landes leben, 49,39 Prozent der Stimmen erhalten, sagte Hassan Darar Houffaneh vor Journalisten mit Bezug auf vorläufige Ergebnisse. Die gemeinsame Liste der Opposition sei auf 47,61 Prozent der Stimmen gekommen. Die UMP führe auch in den anderen fünf Wahlbezirken, sagte der Minister.

Gemeinsame Liste

Die Opposition war bei den Wahlen am Freitag erstmals mit einer gemeinsamen Liste angetreten. Die vorherigen Wahlen hatte sie noch aus Protest gegen die nach ihrer Auffassung ungerechte Listenverteilung boykottiert.

Die UMP um Präsident Ismael Omar Guelleh verfügte seitdem über alle 65 Sitze im Parlament. Präsident Guelleh steht seit 1999 an der Spitze der ehemaligen französischen Kolonie. Er ist erst der zweite Staatschef seit der Unabhängigkeit im Jahr 1977.

Ein Sprecher der Oppositionsallianz sprach von «wie üblich massivem Betrug» bei den Wahlen. «Das ist doch ein Witz», sagte Daher Ahmed Farah als Reaktion auf die verkündeten Ergebnisse vor Journalisten.

Strategische Lage

Djibouti liegt strategisch wichtig am Zugang zum Roten Meer. In dem Kleinstaat befinden sich unter anderem die grössten Militärstützpunkte Frankreichs und der USA in Afrika.

SDA/mw

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