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Iran präsentiert 16 mögliche AKW-Standorte

Wenige Tage vor neuen internationalen Gesprächen vermeldet der Iran Erfolge im Atomprogramm: Man habe die Uran-Vorräte verdreifacht und sich auf mögliche Standorte für Atomkraftwerke geeinigt.

Der Sicherheitsrat fordert den Iran einstimmig auf, seine Urananreicherung binnen 30 Tagen einzustellen und alle Forderungen der IAEA zu erfüllen. Der Iran missachtet die gesetzte Frist und verstärkt seine atomaren Aktivitäten. Der UNO-Sicherheitsrat verhängt Sanktionen. Allen UNO-Mitgliedsländern wird unter anderem die Lieferung von nuklearer Technologie an den Iran untersagt.Bild: Atomanlage bei Arak.
Der Sicherheitsrat fordert den Iran einstimmig auf, seine Urananreicherung binnen 30 Tagen einzustellen und alle Forderungen der IAEA zu erfüllen. Der Iran missachtet die gesetzte Frist und verstärkt seine atomaren Aktivitäten. Der UNO-Sicherheitsrat verhängt Sanktionen. Allen UNO-Mitgliedsländern wird unter anderem die Lieferung von nuklearer Technologie an den Iran untersagt.Bild: Atomanlage bei Arak.
Keystone
Der Iran und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), damals noch unter der Führung von Mohammed al-Baradei, einigen sich auf einen neuen Zeitplan für die Überprüfung des Atomprogramms.
Der Iran und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), damals noch unter der Führung von Mohammed al-Baradei, einigen sich auf einen neuen Zeitplan für die Überprüfung des Atomprogramms.
Keystone
Die westlichen Sanktionen beginnen sich auf die iranische Wirtschaft und den Alltag im Land auszuwirken. Die Währung Rial hat seit Juni 2011 etwa zwei Drittel ihres Wertes zum Dollar verloren. Die Banken des Iran sind vom internationalen Zahlungsverkehr weitgehend abgeschnitten. Mit dem EU-Embargo auf Ölexporte wird die wichtigste Einnahmequelle des Opec-Staates beschnitten. Nach Schätzungen Israels sind dem Iran durch das Embargo zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar an Öleinnahmen entgangen.Der Iran ist gemäss Präsident Mahmoud Ahmadinejad bereit, die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent einzustellen, wenn er dafür aus dem Ausland entsprechendes Material erhält.Im Bild: Eine Wechselstube in Teheran.
Die westlichen Sanktionen beginnen sich auf die iranische Wirtschaft und den Alltag im Land auszuwirken. Die Währung Rial hat seit Juni 2011 etwa zwei Drittel ihres Wertes zum Dollar verloren. Die Banken des Iran sind vom internationalen Zahlungsverkehr weitgehend abgeschnitten. Mit dem EU-Embargo auf Ölexporte wird die wichtigste Einnahmequelle des Opec-Staates beschnitten. Nach Schätzungen Israels sind dem Iran durch das Embargo zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar an Öleinnahmen entgangen.Der Iran ist gemäss Präsident Mahmoud Ahmadinejad bereit, die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent einzustellen, wenn er dafür aus dem Ausland entsprechendes Material erhält.Im Bild: Eine Wechselstube in Teheran.
AFP
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Der Iran hat nach eigenen Angaben Uran-Vorkommen entdeckt. «Wir werden dafür in naher Zukunft eine gute Verwendung finden», sagte der Chef der iranischen Atombehörde Fereidun Abbasi am Samstag der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Damit hätten sich die Vorräte der islamischen Republik verdreifacht.

Eine unabhängige Bestätigung war nicht möglich. Sanktionen hindern den Iran an der Einfuhr jeglichen nuklearen Materials, deshalb versucht Teheran eigene Vorkommen zu erkunden.

Zudem hat der Iran offenbar 16 mögliche Standorte für Atomkraftwerke festgelegt. In den vergangenen Jahren sei das gesamte Land auf passende Standorte hin untersucht worden, sagte Abbassi. Dabei gehe es etwa um die Erdbebensicherheit und den Schutz vor Militärangriffen.

Neue Verhandlungen geplant

Der Iran betont, das Land brauche gut 20 Atommeiler, um in den kommenden 15 Jahren seinen wachsenden Energiebedarf zu decken. Derzeit wird ein Atomkraftwerk in Buschehr am Persischen Golf betrieben, ein weiteres ist in Darchowin in Planung.

Die Regierung in Teheran wird vom Westen beschuldigt, nach Kernwaffen zu streben. Sie weist dies zurück. Für Dienstag sind neue Verhandlungen des Landes mit den USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland über das iranische Atomprogramm geplant.

SDA/fko

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