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Iran verzichtet auf Todesurteil gegen Ashtiani

Der Iran krebst beim Urteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani, die wegen Ehebruchs angeklagt war, zurück. Nach der Steinigung spricht sich der Staat nun auch gegen Tod durch Erhängen aus.

Erfolgreiches Gnadengesuch: Die Strafe für Ashtiani wurde umgewandelt.

Der Iran hat im Ehebruch-Prozess gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani eine weitere Todesstrafe ausgesetzt. Der Angeklagten droht nun nicht mehr der Tod durch Erhängen, heisst es laut einer Mitteilung der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses im iranischen Parlament.

Wegen des Gnadengesuchs der Kinder von Ashtiani sei das Urteil in eine zehnjährige Haftstrafe umgewandelt worden. Zuvor hatte der Iran bereits ein Steinigungsurteil ausgesetzt.

Strafe schon einmal umgewandelt

Ashtiani war 2006 wegen der angeblichen Verwicklung in den Mord an ihrem Ehemann und wegen mehrfachen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Die Verurteilung wegen Mordes an ihrem Ehemann wurde im Jahr 2007 in zehn Jahre Haft umgewandelt, die Todesstrafe wegen Ehebruchs jedoch im selben Jahr bestätigt. Der Fall hatte international für grosses Aufsehen gesorgt. Das Steinigungsurteil wurde weltweit kritisiert.

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