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IS exekutiert zehn angeblich schwule Männer

Die Terrormiliz Islamischer Staat warf in Syrien neun Männern und einem Jungen Homosexualität vor – und richtete sie öffentlich hin.

Zehn Männer sollen öffentlich erschossen worden sein: Ein IS-Kämpfer. (Archivbild)
Zehn Männer sollen öffentlich erschossen worden sein: Ein IS-Kämpfer. (Archivbild)
Keystone

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Syrien neun Männer und einen Jungen hingerichtet, denen sie Homosexualität vorwarf. Sieben Männer seien in Rastan in der Provinz Homs im Zentrum des Landes erschossen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit.

Zwei Männer und ein Junge seien in Hreitan in der nördlichen Provinz Aleppo exekutiert worden. Demnach erfolgten die Hinrichtungen öffentlich, allerdings hätten IS-Kämpfer alle Kameras zerstört, mit denen die Exekutionen womöglich gefilmt worden sein könnten.

Die Extremistenorganisation hatte bereits in der Vergangenheit Männer enthauptet oder von Häusern gestürzt, denen Homosexualität vorgeworfen worden war. In den vom IS beherrschten Gebieten in Syrien werden Menschen aus zahlreichen Gründen hingerichtet, etwa bei Loyalität zu Machthaber Bashar al-Assad.

Nach Angaben der in Grossbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, die sich auf ein dichtes Netz von Informanten in Syrien stützt, exekutierte der IS seit Juni 2014 mehr als 3000 Menschen, darunter mindestens 1800 Zivilisten. Die Angaben der Beobachtungsstelle können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

SDA/chk

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