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IS-Bomben bremsen Operation Tikrit

30'000 irakische Soldaten stossen gegen die Terrormiliz vor. Am Strassenrand deponierte Bomben verlangsamen den Angriff.

cpm
Erbitterter Kampf um Tikrit: Selbstmordattentäter des IS versuchen die vorrückenden Streitkräfte des Iraks im Süden der Stadt aufzuhalten. (12. März 2015)
Erbitterter Kampf um Tikrit: Selbstmordattentäter des IS versuchen die vorrückenden Streitkräfte des Iraks im Süden der Stadt aufzuhalten. (12. März 2015)
Reuters
Im Norden der Stadt bezieht die Koalition von irakischen Regierungstruppen und schiitischen Milizen ebenfalls Stellung. (12. März 2015)
Im Norden der Stadt bezieht die Koalition von irakischen Regierungstruppen und schiitischen Milizen ebenfalls Stellung. (12. März 2015)
AP Photo/Khalid Mohammed
Vom Stadtviertel Qadisiyah aus drängen sie die IS-Kämpfer ins Zentrum von Tikrit zurück. (12. März 2015)
Vom Stadtviertel Qadisiyah aus drängen sie die IS-Kämpfer ins Zentrum von Tikrit zurück. (12. März 2015)
AP Photo/Khalid Mohammed
In einem Aussenbezirk im Westen der Stadt feuern die irakischen Streitkräfte Mörsergranaten ab.  (12. März 2015)
In einem Aussenbezirk im Westen der Stadt feuern die irakischen Streitkräfte Mörsergranaten ab. (12. März 2015)
AFP
Auf dem Vormarsch: Irakische Militärs und Milizen im Gebiet Tikrit. (10. März 2015)
Auf dem Vormarsch: Irakische Militärs und Milizen im Gebiet Tikrit. (10. März 2015)
Reuters
Rauch steigt über dem Ölfeld Adschil im Osten von Tikrit auf: IS-Kämpfer sollen es in Brand gesetzt haben, um ...
Rauch steigt über dem Ölfeld Adschil im Osten von Tikrit auf: IS-Kämpfer sollen es in Brand gesetzt haben, um ...
AP Photo
... die Luftangriffe der irakischen Armee zu stören. (4. März 2015)
... die Luftangriffe der irakischen Armee zu stören. (4. März 2015)
Reuters
Derweil geht der Kampf am Boden weiter: Schiitische Milizionäre feuern bei Gefechten in der Region um Tikrit eine Rakete ab. (4. März 2015)
Derweil geht der Kampf am Boden weiter: Schiitische Milizionäre feuern bei Gefechten in der Region um Tikrit eine Rakete ab. (4. März 2015)
Reuters
Ungebrochene Zuversicht: Mitglieder einer schiitischen Miliz zeigen das Victory-Zeichen bei einer Beerdigungs-Zeremonie für gefallene Kameraden in Nadschaf. (5. März 2015)
Ungebrochene Zuversicht: Mitglieder einer schiitischen Miliz zeigen das Victory-Zeichen bei einer Beerdigungs-Zeremonie für gefallene Kameraden in Nadschaf. (5. März 2015)
AP Photo/Jaber al-Helo
Die irakische Armee und schiitische Milizen wollen die IS-Hochburg Tikrit von drei Seiten einkesseln: Ein Panzer in der Provinz Dijala, die nordöstlich von Tikrit liegt. (3. März 2015)
Die irakische Armee und schiitische Milizen wollen die IS-Hochburg Tikrit von drei Seiten einkesseln: Ein Panzer in der Provinz Dijala, die nordöstlich von Tikrit liegt. (3. März 2015)
Reuters
Mit 30'000 Mann gegen den Islamischen Staat: Irakische Truppen sammeln sich in der Nähe der zurückeroberten Kleinstadt Hamrin. (3. März 2015)
Mit 30'000 Mann gegen den Islamischen Staat: Irakische Truppen sammeln sich in der Nähe der zurückeroberten Kleinstadt Hamrin. (3. März 2015)
Reuters
Die IS-Extremisten versuchen, den Vormarsch mit Strassenbomben, Selbstmordanschlägen und Heckenschützen aufzuhalten: Armeeangehörige beobachten das Geschehen in der Provinz Salah ad-Din. (2. März 2015)
Die IS-Extremisten versuchen, den Vormarsch mit Strassenbomben, Selbstmordanschlägen und Heckenschützen aufzuhalten: Armeeangehörige beobachten das Geschehen in der Provinz Salah ad-Din. (2. März 2015)
Reuters
Schiitische Milizkämpfer feuern eine Rakete auf IS-Stellungen in der irakischen Provinz Salah ad-Din ab. (1. März 2015)
Schiitische Milizkämpfer feuern eine Rakete auf IS-Stellungen in der irakischen Provinz Salah ad-Din ab. (1. März 2015)
Reuters
In den Kampf gegen die Terrormiliz IS: Irakische Sicherheitskräfte und shiitische Kämpfer nördlich von Bagdad. (2. März 2015)
In den Kampf gegen die Terrormiliz IS: Irakische Sicherheitskräfte und shiitische Kämpfer nördlich von Bagdad. (2. März 2015)
Reuters
Mobilmachung für die Grossoffensive: Irakische Streitkräfte fahren von Samarra aus in Richtung Tikrit - mit dem Ziel, die vom IS gehaltene Stadt zurückzuerobern. (28. Februar 2015)
Mobilmachung für die Grossoffensive: Irakische Streitkräfte fahren von Samarra aus in Richtung Tikrit - mit dem Ziel, die vom IS gehaltene Stadt zurückzuerobern. (28. Februar 2015)
AFP
Angehörige der irakischen Armee und schiitische Milizkämpfer sammeln sich im Norden von Bagdad. (1. März 2015)
Angehörige der irakischen Armee und schiitische Milizkämpfer sammeln sich im Norden von Bagdad. (1. März 2015)
Reuters
Der Angriff auf Tikrit ist ein Test für weitere Offensiven gegen IS-Hochburgen: Irakische Soldaten auf einem Panzerfahrzeug im Norden von Bagdad. (1. März 2015)
Der Angriff auf Tikrit ist ein Test für weitere Offensiven gegen IS-Hochburgen: Irakische Soldaten auf einem Panzerfahrzeug im Norden von Bagdad. (1. März 2015)
Reuters
Vor der Offensive hat er die sunnitische Stammeskämpfer aufgerufen, sich vom IS zu lösen: Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi während einer Stippvisite in der Stadt Samarra. (1. März 2015)
Vor der Offensive hat er die sunnitische Stammeskämpfer aufgerufen, sich vom IS zu lösen: Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi während einer Stippvisite in der Stadt Samarra. (1. März 2015)
AFP
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Die Grossoffensive der irakischen Streitkräfte auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrollierte Stadt Tikrit kommt nur langsam voran. Die Soldaten hätten am Dienstag Stellungen der Terroristen innerhalb der Stadt beschossen, teilten örtliche Beamte mit. Der Vormarsch der Armee, an deren Seite sunnitische und schiitische Kämpfer stehen, sei jedoch durch am Strassenrand deponierte Bomben verlangsamt worden. Es gebe Kämpfe in der Stadt Al-Dur südlich von Tikrit.

Die irakische Regierung hatte am Montag die Offensive auf die Heimatstadt des einstigen Diktators Saddam Hussein begonnen. Die Grossstadt, rund 130 Kilometer nördlich von Bagdad, war im Sommer an den IS gefallen. Tikrit gilt bis heute als Hochburg von Saddams Baath-Partei. Aus deren Reihen hatte der IS Zulauf erhalten. Saddam war nach der US-Invasion 2003 gestürzt und später hingerichtet worden.

Sollte die Vertreibung des IS gelingen, wäre dies ein grosser Erfolg für die Regierung unter Ministerpräsident Haidar al-Abadi. Zuletzt hatte sie bereits mit der Rückeroberung der Raffineriestadt Beidschi Fortschritte im Kampf gegen den IS gemacht, der rund ein Drittel des Iraks beherrscht.

Im Juni war eine Offensive zur Rückeroberung Tikrits noch gescheitert. Für Bagdad ist sie die Voraussetzung für den angekündigten Angriff auf die noch grössere Stadt Mossul, die der IS vergangenes Jahr handstreichartig eingenommen hatte.

Australien schickt 300 weitere Soldaten

Für den Kampf gegen den IS wird Australien seine Truppen im Irak mehr als verdoppeln. 300 Soldaten zusätzlich sollen gemeinsam mit 140 neuseeländischen Soldaten die Ausbildung der irakischen Armee unterstützen. Dies teilte Regierungschef Tony Abbott am Dienstag mit. Damit steigt die Zahl der australischen Soldaten im Irak auf rund 500. Die Entscheidung sei aufgrund einer formellen Anfrage der irakischen und der US-Regierung gefallen. Die Entsendung von Verstärkung sei «absolut im nationalen Interesse Australiens», sagte Abbott.

Die Regierung habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Letztlich müsse der Irak die Jihadisten selbst bekämpfen. «Aber wir wollen die Iraker nicht allein lassen», sagte Abbott. «Wir sind als friedliebendes Volk natürlich zurückhaltend, uns in weit entfernte Konflikte einzuschalten, aber wie wir wissen, hat uns dieser Konflikt nun schon seit Monaten selbst erreicht.»

Abbott zufolge kämpfen rund hundert Australier an der Seite des IS und anderer Extremistengruppen im Irak und in Syrien. Weitere 150 Menschen in Australien unterstützten den IS.

«Daher ist diese Entscheidung sowohl eine Frage der inländischen als auch der internationalen Sicherheit», sagte der Premierminister. Abbott hatte kürzlich gewarnt, es werde über längere Zeit eine Bedrohung durch Islamisten in Australien geben. Er kündigte neue Sicherheitsmassnahmen an, darunter den Entzug der Ausweise Verdächtiger.

Seit September gab es in Sydney und Brisbane mehrere Razzien. Im Dezember tötete ein Islamist in einem Café in Sydney zwei Geiseln, bevor er selbst getötet wurde. Im Februar vereitelten die Behörden nach eigenen Angaben ein Attentat in Sydney.

(sda/afp)

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