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Israels Armee in Alarmbereitschaft

Die Regierungskrise im Libanon versetzt das Land ins Chaos. Nachbarstaat Israel befürchtet Konflikte an der Landesgrenze und bringt seine Truppen in Stellung.

Der Konflikt an der Landesgrenze zu Israel besteht schon länger: Libanesischer Soldat in Stellung.
Der Konflikt an der Landesgrenze zu Israel besteht schon länger: Libanesischer Soldat in Stellung.
Keystone

Nach dem Rückzug der Hisbollah-Minister hat der libanesische Staatspräsident Michel Suleiman den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Saad Hariri angenommen. Suleimans Büro erklärte am Donnerstag, der Präsident habe Hariri bis zur Bildung eines neuen Kabinetts mit der Fortführung der Amtsgeschäfte betraut. Die Beratungen über einen möglichen neuen Ministerpräsidenten sollten noch am Donnerstag aufgenommen werden.

Hariris Regierung der nationalen Einheit zerbrach am Mittwoch mit dem Rückzug aller Hisbollah-Minister und deren Verbündeten. Die Hizbollah protestierte mit dem Schritt gegen ein UN-Tribunal, das den Mord an dem ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri 2005 aufklären soll.

Besorgtes Israel

Der Ministerpräsident, Sohn des Ermordeten, unterstützt die Ermittlungen des Tribunals. Die Hizbollah erwartet, dass das Tribunal einige ihrer Mitglieder anklagen wird.

Angesichts der Regierungskrise im Libanon versetzte Israel seine Truppen im Norden des Landes in Alarmbereitschaft. Die Behörden seien besorgt, dass die ungewisse politische Lage im Nachbarland zu neuer Gewalt an der libanesisch-israelischen Grenze führen könnten, verlautete am Donnerstag aus Militärkreisen.

dapd/mrs

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