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Muslimbrüder sollen Parallelstaat errichten

Kritiker werfen den in Kairo regierenden Islamisten vor, eigene Nachrichtendienste und damit einen Staat im Staat zu unterhalten. Die Organisation selbst spricht von einer Diffamierungskampagne.

Stützt sich laut Kritikern zu sehr auf Berater aus den eigenen Reihen ab: Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi bei seiner Amtseinsetzung in der Universität von Kairo. (Juni 2012)
Stützt sich laut Kritikern zu sehr auf Berater aus den eigenen Reihen ab: Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi bei seiner Amtseinsetzung in der Universität von Kairo. (Juni 2012)
AFP

Sicherheitskräfte und unabhängige Medien in Ägypten hegen den Verdacht, dass die regierende Muslimbruderschaft jenseits offizieller Kanäle eigene Geheimdienststrukturen unterhält. Genährt wird der Verdacht unter anderem von Äusserungen Präsident Mohammed Mursis. Er erklärte im November öffentlich, er habe aus erster Hand Kenntnis von Gesprächsinhalten eines Treffens seiner Gegner. Zuvor hatte der mächtigste Mann der Muslimbruderschaft, Chairat al-Schater, erklärt, er habe Zugriff auf Aufzeichnungen, wonach Mitglieder der früheren Militärregierung und der Wahlkommission seinen Ausschluss von der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr betrieben hätten.

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