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Nach fast neun Jahren ist es vorbei

Der Krieg im Irak ist beendet: In den frühen Morgenstunden hat ein letzter Konvoi mit 500 US-Soldaten die Grenze zum benachbarten Land Kuwait überquert.

Saubermachen zum Schluss: Ein US-Soldat putzt den Boden im Camp Adder vor seiner Abreise. (17. Dezember 2011)
Saubermachen zum Schluss: Ein US-Soldat putzt den Boden im Camp Adder vor seiner Abreise. (17. Dezember 2011)
Reuters
Gedenken der vielen Toten: Die US-Soldaten in der Abschlusszeremonie vor ihrer Abreise im Irak. (18. Dezember 2011)
Gedenken der vielen Toten: Die US-Soldaten in der Abschlusszeremonie vor ihrer Abreise im Irak. (18. Dezember 2011)
AFP
Viel Gepäck: Ein Haufen Koffer der US-Soldaten, die den Irak bald verlassen. (16. Dezember 2011)
Viel Gepäck: Ein Haufen Koffer der US-Soldaten, die den Irak bald verlassen. (16. Dezember 2011)
Keystone
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Acht Jahre und neun Monate nach Beginn des Irak-Krieges haben die letzten US-Kampftruppen den Golfstaat verlassen. Zum Abschluss des Abzugs überquerte heute ein letzter Konvoi mit 500 Soldaten die Grenze zum Nachbarland Kuwait.

Schwere gepanzerte Fahrzeuge und Tieflader mit Panzern passierten die Grenzstation in der Wüste, wie auf Live-Bildern des US-Senders CNN zu sehen war. Anschliessend wurde das Grenztor geschlossen.

Ein Strich unter den Krieg

US-Präsident Barack Obama hatte am vergangenen Mittwoch bereits einen symbolischen Schlussstrich unter den Irakkrieg gezogen und den Truppen für ihren Einsatz gedankt. In seiner Rede vor hunderten Soldaten auf dem Heeresstützpunkt Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina bezeichnete er das Kriegsende als «historischen Augenblick für unser Land und unser Militär».

Zwei Tage zuvor hatte er mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki in Washington über das neue Verhältnis beider Länder nach Ende des Militäreinsatzes gesprochen. Dabei hatten beide den Beginn einer neuen Ära der Partnerschaft und Zusammenarbeit beschworen.

Maliki wertete den Abzug der US-Truppen als Zeichen des Erfolges - im Gegensatz zu dem, was manche andere sagten. Die gesteckten Ziele seien erreicht, ein «demokratischer Prozess» etabliert worden.

Kleines Kontingent bleibt

Obama hatte im Oktober die Heimkehr fast aller amerikanischen Soldaten aus dem Irak bis zum Jahresende angekündigt. Lediglich ein kleines Kontingent an Wachpersonal und vermutlich einige Elitesoldaten sollen noch bleiben.

Die US-Regierung wollte ursprünglich mehrere Tausend Soldaten als Ausbilder im Land lassen. Die irakische Regierung war jedoch nicht bereit, den Truppen die geforderte Immunität vor Strafverfolgung zu gewähren.

Krieg fordert zehntausende Tote

Der Irakkrieg hatte im März 2003 mit Luftschlägen auf Bagdad und andere Ziele begonnen. Später marschierten Truppen einer internationalen Koalition unter US-Führung in das Land ein und stürzten den irakischen Machthaber Saddam Hussein. In dem umstrittenen Krieg wurden fast 4500 US-Soldaten und zehntausende Iraker getötet.

Zeitweise waren mehr als 170'000 US-Soldaten auf mehr als 500 Stützpunkten in dem Land im Einsatz. Der Krieg kostete die amerikanischen Steuerzahler mehr als 700 Milliarden Dollar.

Mit dem Abzug erfüllte Obama auch ein Wahlversprechen. Im kommenden November will er wiedergewählt werden.

SDA/wid

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