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Offline vereint

Dass die ägyptische Führung das Internet sperren liess, zwingt die Menschen, den direkten Kontakt zu suchen. Am härtesten trifft die Blockade die Unternehmer.

Mehr als ein virtueller Aufstand: Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo haben sich gestern erneut Tausende versammelt.
Mehr als ein virtueller Aufstand: Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo haben sich gestern erneut Tausende versammelt.
Keystone

Es ist nicht so, dass alle Ägypter ohne Internet am Boden zerstört sind. Nadine Abu Shabi hält die Sperrung des Netzes zum Beispiel für einen echten Gewinn. «Endlich sind wir gezwungen, mit jenen Menschen zu reden, mit denen wir bis jetzt so gut wie nichts zu tun hatten. Echte Menschen auf der Strasse – keine Facebook-Kontakte. Wenn Sie mich fragen: Ich bin glücklich.» Nadine Abu Shabi ist 23, Programmkuratorin für eine deutsche politische Stiftung und Mitglied der liberalen, aber einflusslosen Partei Demokratische Front. Und wenn gerade keine Revolution stattfindet und sie ihre Tage auf dem Tahrir-Platz in Kairo verbringt, dann sitzt sie neun, zehn Stunden am Tag vor dem Bildschirm.

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