Zum Hauptinhalt springen

«Panzer, Scharfschützen, Helikopter»

In Syrien hat die Armee laut der Opposition bei Operationen in der Stadt Homs 34 Zivilisten getötet. Das Staatsfernsehen und die amtliche Nachrichtenagentur sehen das ganz anders.

«Die Sicherheitskräfte töten die Verletzten»: Laut Aktivisten ist hier ein regimetreuer Soldat in Homs zu sehen, der auf einen bereits toten Mann feuert. (Screenshot: Youtube)
«Die Sicherheitskräfte töten die Verletzten»: Laut Aktivisten ist hier ein regimetreuer Soldat in Homs zu sehen, der auf einen bereits toten Mann feuert. (Screenshot: Youtube)

Bei Einsätzen gegen Regimegegner haben syrische Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten gestern bis zu 34 Menschen getötet. Die meisten Opfer habe es in der Protesthochburg Homs gegeben, wo Polizei und Armee einen Grosseinsatz begonnen hätten.

«Die syrischen Truppen benutzen Panzer, um Gebiete in ganz Homs zu beschiessen, Scharfschützen, um Menschen zu töten, und Helikopter, um fliehende Demonstranten zu jagen», sagte ein Mitglied der Oppositionsbewegung, das sich im Nachbarland Libanon aufhält, der Nachrichtenagentur DPA. «Die Sicherheitskräfte töten die Verletzten an den Eingängen der Spitäler in Homs.»

Staatsfernsehen spricht von 13 Toten

Das syrische Staatsfernsehen zeigte unterdessen Bilder von 13 Getöteten, darunter acht Soldaten und fünf «Terroristen». Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Sana hätten «Bewaffnete Terrorgruppen» Zivilisten und Sicherheitskräfte in mehreren Vierteln der Stadt angegriffen. Fünf der Angreifer seien erschossen und mehrere weitere festgenommen worden.

Zudem habe eine andere Gruppe in der Ortschaft Rastan nahe Homs eine Panzerabwehrrakete auf einen Militärlastwagen gefeuert. Die syrische Regierung macht seit Beginn der Proteste Mitte März regelmässig nicht näher benannte «bewaffnete Gruppen» für die Gewalt verantwortlich.

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London wurden gestern während einer Offensive der Armee in Homs 21 Menschen getötet. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben ist nicht möglich, da ausländische Journalisten nicht in Syrien arbeiten dürfen.

sda/AFP/ami

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch