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Rebellen bombardieren Ölraffinerie

In der Nähe der Stadt Homs haben Granaten der syrischen Rebellen eine wichtige Ölraffinerie getroffen und in Brand gesetzt. Die für das Land einst wichtige Industrie liegt lahm.

Laut den wurde niemand verletzt: Still aus einem Video, das die brennende Raffinerie zeigen soll. (9. Oktober 2013)
Laut den wurde niemand verletzt: Still aus einem Video, das die brennende Raffinerie zeigen soll. (9. Oktober 2013)
Screenshot: http://www.youtube.com/user/HomsEvent

In einer der wichtigsten syrischen Ölraffinerien ist ein Feuer ausgebrochen. Granaten der Rebellen hätten den Komplex getroffen und einen Brand verursacht, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Es sei niemand ums Leben gekommen. Das oppositionelle Generalkomitee für die syrische Revolution teilte ebenfalls mit, Aufständische hätten die Raffinerie angegriffen. Über der Anlage habe sich schwarzer Rauch entwickelt und den Himmel über der Stadt Homs im Zentrum des Landes verdunkelt. Die Fabrik ist eine von zwei bedeutenden Raffinerien in Syrien. Die Ölproduktion, früher die wichtigste Devisenquelle des Landes, ist seit Beginn des Bürgerkriegs vor gut zweieinhalb Jahren um 90 Prozent eingebrochen.

Sanktionen und Rebellen

Grund dafür sind internationale Sanktionen sowie der Umstand, dass die meisten Ölquellen von den Rebellen kontrolliert werden. Im ersten Halbjahr 2013 wurden offiziellen Zahlen zufolge 39'000 Barrel Öl pro Tag produziert, während es vor Beginn des Krieges 380'000 Barrel waren.

Der syrische Ministerpräsident Wael al-Halki erklärte Anfang Oktober, die Raffinerie in Homs nutze nur noch zehn Prozent ihrer Kapazität, bei der in Banias, einer Hochburg der Regierung im Westen des Landes, seien es 80 Prozent. In der Anlage in Homs konnten vor dem Krieg 5,7 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr verarbeitet werden, in Banias waren es sechs Millionen Tonnen.

(SDA)

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