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Robert Mugabe ist tot

Der langjährige Machthaber Zimbabwes ist 95-jährig gestorben. 37 Jahre lang hatte er das Land mit harter Hand regiert.

Langjähriger Diktator ist tot: Die letzten Wochen hatte Robert Mugabe in einem Spital von Singapur verbracht, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. (Archiv 2018)
Langjähriger Diktator ist tot: Die letzten Wochen hatte Robert Mugabe in einem Spital von Singapur verbracht, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. (Archiv 2018)
Yeshiel Panchia/EPA, Keystone
Mugabe (l.) engagierte sich ab den 1960er-Jahren als Guerillakämpfer in der damals britischen Kolonie Süd-Rhodesien für die Unabhängigkeit des Landes. (Archiv 1976)
Mugabe (l.) engagierte sich ab den 1960er-Jahren als Guerillakämpfer in der damals britischen Kolonie Süd-Rhodesien für die Unabhängigkeit des Landes. (Archiv 1976)
AP, Keystone
Sein Nachfolger wurde Emmerson Mnangagwa, der von 2014 bis Anfang November 2017 Vizepräsident war. Er sprach kürzlich am World Economic Forum in Kapstadt. (5. September 2019)
Sein Nachfolger wurde Emmerson Mnangagwa, der von 2014 bis Anfang November 2017 Vizepräsident war. Er sprach kürzlich am World Economic Forum in Kapstadt. (5. September 2019)
Nic Bothma/EPA, Keystone
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Der langjährige Präsident Zimbabwes, Robert Mugabe, ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren in einem Krankenhaus in Singapur. Sein Nachfolger, Präsident Emmerson Mnangagwa, bestätigte am Freitag entsprechende Berichte im Kurznachrichtendienst Twitter. Mugabe sei ein Befreiungsheld gewesen, der sein Leben der Emanzipation seines Volkes gewidmet habe, schrieb er.

Als Guerillachef hatte Mugabe gegen die Herrschaft der weissen Minderheit in dem südafrikanischen Land gekämpft und danach Zimbabwe seit der Unabhängigkeit 1980 regiert – zuletzt mit harter Hand. Im Jahr 2017 war er nach insgesamt rund 37 Jahren an der Macht gestürzt worden.

Zuvor hatte es Proteste gegen die wirtschaftliche Misere im Lande gegeben. Sein Nachfolger Mnangagwa hatte noch am Vortag auf einem Wirtschaftsforum in Kapstadt erklärt, er habe heute mit einer völlig zusammengebrochenen Wirtschaft zu kämpfen, die es wieder aufzubauen gelte.

Die vergangenen Wochen hatte Mugabe zur medizinischen Behandlung in einem Krankenhaus in Singapur verbracht, nachdem sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert hatte. Es gab keine offiziellen Angaben, woran Mugabe erkrankt war.

Weisse Bauern enteignet und getötet

Die Machtkämpfe focht Mugabe skrupellos aus, seine Regierungsführung wurde mit den Jahren immer autoritärer. Er setzte Militär gegen die Minderheit der Ndebele ein. Bei Massakern wurden von 1982 bis 1987 Tausende Ndebele getötet. Mit einem Beschluss zur Enteignung weisser Landwirte brach Mugabe Ende der 90er Jahre mit der Politik der Versöhnung gegenüber Weissen. 1999 wurden über 800 Grossfarmer entschädigungslos enteignet.

Mugabes Anhänger besetzten Tausende Farmen, zahlreiche weisse Landwirte und Familienmitglieder wurden getötet und aus dem Land getrieben. Unter seiner Führung wurde aus der Kornkammer der Region ein Armenhaus. Er selbst machte westliche Sanktionen für wirtschaftliche Probleme Simbabwes verantwortlich.

«Sein Beitrag zur Geschichte unseres Landes und unseres Kontinents wird niemals vergessen werden», fügte Mnangagwa hinzu. «Möge seine Seele in Frieden ruhen». Diese positive Ansichten über Mugabe dürften viele nicht teilen. Mnangagwa selbst trägt wegen seines brutalen Stils den Spitznamen «das Krokodil». Erst Mitte August waren in der Hauptstadt Harare 91 Menschen festgenommen worden, nachdem zuvor die Oppositionspartei MDC zu einem Protestmarsch gegen die Politik der Regierung aufgerufen hatte, berichtete die staatliche Zeitung «The Herald». Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.

sda/sz.de/fal

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