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Saddam Husseins Leiche angeblich geschändet

Nachdem der irakische Diktator Saddam Hussein gehängt wurde, haben Unbekannte den Leichnam mit sechs Messerstichen geschändet, schreibt die «Times»

Fast zwei Jahre nach dem Tod von Saddam Hussein packt Talal Misrab aus: «Saddams Leichnam wies sechs Einstiche auf», sagt der 45-Jährige gegenüber der britischen Zeitung «Times». Misrab ist Chefwächter an Saddam Husseins Grab in einem Dorf nördlich von Bagdad. «Auf der Brust waren vier Wunden von Messerstichen, am Rücken weitere zwei.» Laut Misrab wurden 300 Personen, die einen Tag nach der Exekution an der Beerdigung des Ex-Diktators teilgenommen haben, Zeugen des geschändeten Leichnams.

Der Führer von Saddams Husseins Stamm, Scheich Hasan al-Neda, dementiert dies jedoch. «Ich schwöre bei Gott, dass der Leichnam keine Verletzungen aufwies», sagt er. Auch die irakische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Sicherheitsberater Mowaffak al-Rubai betont, er habe die Exekution von Anfang bis Ende überwacht, und er habe am Leichnam keine Messereinstiche festgestellt. Unterstützung bekommt Chefwächter Talal Misrab von einem Stammesangehörigen von Saddam Hussein. Der frühere, inzwischen verstorbene Anführer des Stammes habe ihm anvertraut, dass die Leiche geschändet worden sei.

Saddam Hussein wurde am 30. Dezember 2006 gehängt. Die Anklage lautete auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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