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Türkische Luftwaffe greift PKK-Kämpfer im Irak an

Nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan wurden beim türkischen Angriff im Nord-Irak ranghohe PKK-Militante getroffen.

Flog Angriffe gegen die PKK im Nord-Irak: das türkische Militär. Bild: AP Photo/Burhan Ozbilici (Archivbild)
Flog Angriffe gegen die PKK im Nord-Irak: das türkische Militär. Bild: AP Photo/Burhan Ozbilici (Archivbild)

Die türkische Luftwaffe hat nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan ein Treffen der kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nord-Irak angegriffen. Dabei seien ranghohe PKK-Militante getroffen worden.

Dies sagte Erdogan in einem am Samstag ausgestrahlten Interview des Fernsehsenders Kanal 7. Ziel des Angriffs war ein Gebiet in den Kandil-Bergen nahe der Grenze zwischen Irak und Iran. Die türkische Regierung vermutet, dass sich dort Anführer der verbotenen PKK aufhalten. In der Nähe dieses Gebietes seien türkische Soldaten rund 30 Kilometer weit auf irakisches Gebiet vorgedrungen.

Erdogan sagte, der jüngste Luftangriff habe einem sehr wichtigen Treffpunkt der PKK gegolten. «Wir haben noch keine Ergebnisse, aber es steht fest, dass sie getroffen wurden.» Das Militär werde sich in Kürze dazu äussern.

Dritter grenzüberschreitender Einsatz

Die türkische Führung hat in jüngster Zeit wiederholt mit einer Bodenoffensive in den Kandil-Bergen gedroht. Er habe darüber mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani gesprochen, sagte Erdogan. Beide seien sich einig, dass die Sicherheit in der Region gewahrt werden müssen. Die Türkei hat auch mit dem Irak über eine mögliche türkische Offensive in den Kandil-Bergen beraten. Erdogan sagte, sein Land werde nun abwarten, bis sich die neue Regierung im Irak nach der Wahl im Mai gebildet habe.

Eine Offensive des türkischen Militärs gegen die PKK in den Kandil-Bergen wäre sein dritter grenzüberschreitender Einsatz seit 2016. Die ersten beiden Offensiven galten kurdischen Kämpfern im Norden Syriens.

(SDA)

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