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USA schicken Drohnen in den Mali-Krieg

Mehrere unbemannte Flugzeuge und 40 Soldaten aus den USA wurden in Malis Nachbarland Niger stationiert. Bei den bisher blutigsten Gefechten wurden derweil 80 Personen getötet.

Werden von Niger aus Aufklärungsflüge nach Mali starten: US-Donen Predator. (Archivbild)
Werden von Niger aus Aufklärungsflüge nach Mali starten: US-Donen Predator. (Archivbild)
Reuters

Zur Unterstützung der französischen Truppen im westafrikanischen Mali haben die USA mehrere unbemannte Flugzeuge im benachbarten Niger stationiert. Wie ein Regierungsbeamter in Washington mitteilte, befinden sich die Drohnen vom Typ Predator auf einem Militärstützpunkt der nigrischen Hauptstadt Niamey, wo etwa hundert Soldaten der US-Luftwaffe stationiert sind. Die Drohnen sollen demnach das Konfliktgebiet in Mali überwachen.

Zuvor hatte US-Präsident Barack Obama dem Kongress mitgeteilt, weitere 40 US-Soldaten seien im Niger eingetroffen, um die französischen Einheiten in Mali mit Aufklärungsarbeiten zu unterstützen. Den Behörden zufolge sind die Drohnen unbewaffnet und sollen nur dazu eingesetzt werden, Stellungen islamistischer Rebellen in Mali auszukundschaften.

Nach einem Militärputsch im März vergangenen Jahres hatten die von Tuareg dominierte Befreiungsbewegung MNLA und islamistische Gruppen den Norden Malis erobert. Wenige Monate später unterlagen die Tuareg-Kämpfer einer Koalition islamistischer Gruppen. Seit Mitte Januar geht die französische Armee gemeinsam mit den Soldaten der malischen Militärregierung gegen die Rebellen vor. Der Norden Malis birgt Uranvorkommen, ist aber auch reich an Bodenschätzen wie Öl, Gold und Phosphat.

Fast 80 Tote bei Gefechten

Bei den blutigsten Gefechten seit Beginn der französischen Armee-Intervention in Mali vor sechs Wochen sind 13 Soldaten aus dem Tschad ums Leben gekommen. Gemäss der tschadischen Armee gab es aufseiten der Rebellen bei den Kämpfen im gebirgigen Norden des Landes nahe der Grenze zu Algerien 65 Tote.

Frankreich hatte zuvor erklärt, trotz der jüngsten Angriffe von Rebellen im März wie geplant mit dem Abzug seiner Truppen aus Mali zu beginnen. Dann sollen die Soldaten aus benachbarten Ländern – darunter 2000 aus Tschad – die Kontrolle übernehmen.

Islamisten hatten 2012 mehr als die Hälfte Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Frankreich intervenierte im Januar mit etwa 4000 Soldaten in der ehemaligen Kolonie auf Bitten der malischen Führung, um den Vormarsch islamischer Kämpfer auf die Hauptstadt Bamako im Süden zu stoppen.

Französische Truppen vertrieben die Islamisten aus den grossen Städten im Norden.

AFP/sda/chk/mw

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