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Verkaufs-Show am libyschen Himmel

Der Libyen-Einsatz der Westmächte soll primär die Ghadhafi-Truppen zurückdrängen. Gleichzeitig können die Kampfjetbauer ihre neusten Maschinen präsentieren. Auch die Schweizer Luftwaffe schaut hin.

«Die Schweizer Luftwaffe hat einen eigenen Nachrichtendienst, der unter anderem die anderen Luftwaffen beobachten soll», erklärt Eugen Bürgler vom Schweizer Luftfahrtmagazin «Skynews» gegenüber Redaktion Tamedia. Dass man jetzt auch nach Libyen schaut, verstehe sich von selbst. Dort werden nämlich die drei von der Schweiz in den letzten Jahren getesteten Kampfjets Eurofighter, Rafale und Gripen eingesetzt. Zwar wurde das Geschäft für den Teilersatz des gealterten Tiger-Kampfjets vom Bundesrat um Jahre verschoben. Aber spätestens, wenn der Neukauf in einigen Jahren doch wieder aktuell wird, kommt man um die bewährten Anbieter nicht herum.

Dass der Kampfjetbau für die Rüstungskonzerne ein Riesengeschäft ist, zeigt allein der Stückpreis für eine Maschine von umgerechnet über 100 Millionen Franken. Die Konzerne kämpfen um Milliarden-Aufträge von Luftwaffen rund um den Globus. Heftig umkämpft ist derzeit immer noch eine potenzielle Order der brasilianischen Armee für neue Flieger. Immer wieder vermeldeten die Franzosen, man hätte das Geschäft unter Dach und Fach gebracht. Genauso oft musste die Meldung wieder dementiert werden. Grund: Auch die Schweden mit ihrem Saab-Gripen und Boeing mit dem F-18 sind im Bieterwettbewerb. Entschieden ist noch nichts. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo die Franzosen den Rafale anbieten, gibt es für Paris bis jetzt keine Erfolgsmeldung.

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