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Wer am meisten Hunger leidet

Weltweit leidet eine Milliarde Menschen an Hunger. Der aktuelle Weltindex zeigt, in welchen Ländern die Bevölkerung am wenigsten zu essen hat.

Am meisten leiden die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo an Hunger: Ein Mädchen in Kingshasa bettelt auf der Strasse.
Am meisten leiden die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo an Hunger: Ein Mädchen in Kingshasa bettelt auf der Strasse.
Keystone

Armut, Konflikte und politische Instabilität haben zur Folge, dass weltweit rund eine Milliarde Menschen Hunger leiden. Die meisten von ihnen leben in Afrika und Asien, wie aus dem am Montag veröffentlichten Welthungerindex hervorgeht.

Demnach ist die Hungersituation in 29 Entwicklungsländern «alarmierend» oder sogar «extrem alarmierend». Mit Ausnahme von Haiti und dem Jemen liegen alle dieser Länder in Afrika. Besonders dramatisch ist die Lage in der Demokratischen Republik Kongo, in Burundi, Eritrea und im Tschad.

Daten aus 122 Ländern ausgewertet

Für ihre Untersuchung werteten das Forschungsinstitut IFPRI, die Hilfsorganisation Concern Worldwide und die Welthungerhilfe Daten aus 122 Ländern aus. Verglichen wurden der Anteil unterernährter Menschen, die Zahl untergewichtiger Kinder und die Kindersterblichkeit.

Im Kongo herrscht seit mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg. Dies hat laut den Autoren der Studie zu einem Zusammenbruch der Wirtschaft, zu massiven Vertreibungen und zu einer ständigen Nahrungsmittel- Unsicherheit geführt. Gemäss dem Index sind im Kongo drei Viertel der Bevölkerung unterernährt. Die Kindersterblichkeit ist dort eine der höchsten weltweit.

Mangelernährung bei Kindern

Die Mangelernährung bei Kindern unter zwei Jahren stellt laut der Welthungerhilfe eine der grössten Herausforderungen im Kampf gegen den Hunger dar. Sie hat lebenslange Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Betroffenen.

«Mütter, die als Kind schlecht ernährt waren, bringen häufig untergewichtige Kinder zur Welt. Diesen Teufelskreis der Unterernährung müssen wir durch konsequente Beratung und Förderung der ländlichen Entwicklung durchbrechen», sagte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der deutschen Welthungerhilfe, in Bonn.

Die Studie wurde anlässlich des Welternährungsgipfels veröffentlicht, der am Montag in Rom begann. Im Mittelpunkt des einwöchigen Treffens des UNO-Welternährungsausschusses steht die Suche nach Lösungen im Kampf gegen den Hunger. Die internationale Gemeinschaft will die Zahl der Hungernden bis 2015 halbieren.

SDA/ske

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