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«Wir sind bereit, uns mit dem Teufel zu verbünden»

Aisha Ghadhafi – die Tochter des libyschen Machthabers – signalisierte in einem Interview Verhandlungsbereitschaft mit der Rebellenarmee. Die Aufständischen fordern derweil den Westen auf, mehr Waffen zu liefern.

«Mein Vater ist ein Symbol, ein Führer»: Aicha Ghadhafi.
«Mein Vater ist ein Symbol, ein Führer»: Aicha Ghadhafi.
Keystone

Die Regierung des libyschen Staatschefs Muammar al-Ghadhafi führt nach Angaben von dessen Tochter direkte und indirekte Gespräche mit den Rebellen. Dies sagte Aisha Ghadhafi gegenüber dem TV-Sender France 2.

Um das Blutvergiessen in Libyen zu beenden, «sind wir bereit, uns mit dem Teufel zu verbünden, mit der Rebellenarmee», sagte sie in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview mit France 2. Aufgezeichnet wurde das Gespräch in einem Hotel in Tripolis.

Ihr Vater sei weiterhin stark, erklärte Aisha al-Ghadhafi. Er sei in Libyen «ein Symbol, ein Führer» und könne das Land nicht verlassen. Aisha al-Ghadhafi, die in Frankreich studierte, hat nach eigenen Angaben bei den Luftangriffen der Nato eine Tochter und einen Bruder verloren.

Rebellen wollen mehr Waffen

Die libysche Opposition will derweil mehr und bessere Waffen. Nur so könne der Kampf gegen Machthaber Muammar al-Ghadhafi gewonnen und weiteres Blutvergiessen vermieden werden, mahnte ein Führer der Opposition, Mahmud Jibril, bei einem Treffen am Donnerstag mit dem österreichischen Aussenminister Michael Spindelegger in Wien. Der Übergangsrat der Opposition brauche zudem Geld aus dem Ausland, um den Schulbetrieb zu gewährleisten.

Der britische Aussenminister William Hague gab am Donnerstag bekannt, dass Grossbritannien die Opposition mit Schutzwesten, Polizeiuniformen und Kommunikationstechnik versorgen werde. Die Ausrüstung werde dem Übergangsrat in Benghazi im Osten des Landes bereitgestellt. Frankreich hatte am Mittwoch erklärt, dass Anfang Juni Waffen und Munition für die Opposition südlich der Hauptstadt Tripolis abgeworfen worden sei.

SDA/mrs

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