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Obama bereitet sich aufs Amt vor

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat ein Übergangsteam ernannt, das die Übernahme der Regierung vorbereiten soll.

So kam kürzlich eine Gruppe von Experten zusammen, die den Übergang in der Präsidentschaft organisieren soll, wie am Freitag aus Kreisen der Demokratischen Partei verlautete. Geleitet wird dieses Übergangsteam von John Podesta, der unter Präsident Bill Clinton Stabschef im Weissen Haus war.

Das Übergangsteam hat dem Vernehmen nach mehrere Ausschüsse für unterschiedliche Aufgaben gebildet. Einer von ihnen kümmert sich um die Auswahl von möglichen Kabinettsmitgliedern. Geleitet wird er von Cassandra Butts, einer langjährigen Beraterin Obamas.

Auch McCain hat ein solches Übergangsteam gebildet, das unter Leitung des ehemaligen Marineministers John Lehman steht. Der neue Präsident tritt am 20. Januar sein Amt an.

Der Wahlkampf am Wochenende konzentriert sich auf Staaten, die für Obamas Demokraten lange unerreichbar schienen, auf die die Republikaner aber inzwischen nicht mehr sicher setzen können.

Buhlen um traditionell republikanische Staaten

Nach einem Abstecher nach Florida wurde McCain in North Carolina und Virginia erwartet. In allen drei Staaten verlor er in den vergangenen Wochen seinen Vorsprung in den Umfragen. Obama besuchte schon am Freitag das stark umkämpfte Virginia. Er rief die Wähler auf, wachsam zu sein, und warf McCain vor, die Gesundheitsbeihilfen für Ältere beschneiden zu wollen. McCain wiederum erklärte in Florida, die Wähler dürften nicht auf Obamas Zusage einer Steuersenkung vertrauen. Vielmehr sollten sie ihre «Geldbörse festhalten».

Wahlkampfmüde McCain-Anhänger

Unterdessen wächst in den USA offenbar die Wahlkampfmüdigkeit. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP mit dem Internet-Portal Yahoo gaben 41 Prozent der Befragten an, vom Wahlkampf frustriert zu sein. Nur noch 32 Prozent finden das Rennen ums Weisse Haus aufregend.

Unter den wahlkampfmüden Bürgern finden sich vor allem Anhänger des Republikaners John McCain, der in den Umfragen ins Hintertreffen geraten ist. 60 Prozent der Befragten, bei denen die Empfindungen zum Wahlkampf gekippt sind, wollen McCain wählen.

Die zuletzt zunehmend negativen Töne im Wahlkampf und die Sorge um die Finanzen haben vor allem das Image von McCain belastet. Der Anteil der Personen, die ein positives Bild von ihm haben, liegt nur noch fünf Prozentpunkte über denen mit einem negativen Bild. Mitte September war die Schere mit 21 Prozentpunkten noch weit offen gewesen.

Bei Obama hat sich dieser Abstand zwischen positiven und negativen Einschätzungen hingegen vergrössert – von 5 auf 15 Prozentpunkte. Mittlerweile haben 57 Prozent der Befragten eine positive Meinung von Obama, aber nur 52 Prozent von McCain. Der Anteil der Obama-Unterstützer beträgt nach der jüngsten AP-Yahoo-Umfrage inzwischen 49 Prozent, verglichen mit 44 Prozent für McCain. Befragt wurden 841 Bürger mit fester Wahlabsicht.

AP/mbr

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