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Trump soll 18 Jahre lang keine Steuern gezahlt haben

Einem Zeitungsbericht zufolge hat US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump seit 1995 auf legalem Weg Steuerzahlungen vermieden.

Hat er legal Steuern vermieden? Donald Trump am 1. Oktober in Manheim, Pennsylvania.
Hat er legal Steuern vermieden? Donald Trump am 1. Oktober in Manheim, Pennsylvania.
Jessica Kourkounis/Getty Images/AFP
Unterlagen sollen die Steuervermeidung belegen: Ein Auszug aus Donald Trumps Steuererklärung aus dem Jahr 1995.
Unterlagen sollen die Steuervermeidung belegen: Ein Auszug aus Donald Trumps Steuererklärung aus dem Jahr 1995.
Screenshot New York Times
Der republikanische Präsidentschaftskandidat auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1995. Den Steuerpapieren aus diesem Jahr soll zu entnehmen sein, dass Donald Trump seine geschäftlichen Verluste steuermindernd verbuchen liess.
Der republikanische Präsidentschaftskandidat auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1995. Den Steuerpapieren aus diesem Jahr soll zu entnehmen sein, dass Donald Trump seine geschäftlichen Verluste steuermindernd verbuchen liess.
AP Photo/Kathy Willens
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Donald Trump weigerte sich standhaft, seine Steuererklärungen offen zu legen. Zuletzt forderte Widersacherin Hillary Clinton ihn dazu im TV-Duell der beiden Präsidentschaftskandidaten auf. Trump reagierte ausweichend.

Jetzt scheint es, dass er dafür einen triftigen Grund hatte: In seiner Steuererklärung für das Jahr 1995 habe Trump Verluste in Höhe von 916 Millionen Dollar (rund 814 Millionen Euro) geltend gemacht, berichtete die «New York Times» am Samstagabend. Obwohl niemand wisse, wie viel Trump in den Jahren darauf verdiente, hätte diese Summe demnach ausgereicht, um 18 Jahre lang jährlich 50 Millionen Dollar zu versteuerndes Einkommen abzuziehen.

Desaströse Geschäfte

Die Zeitung «New York Times» war nach eigenen Angaben über eine anonyme Quelle an die Steuererklärung des Immobilienmilliardärs gekommen. Demnach sind die Verluste von 1995 vor allem auf Trumps finanzielles Fiasko mit Casinos in der Ostküstenstadt Atlantic City und weiteren Debakeln im Hotel- und Fluggeschäft zurückzuführen.

Das Thema ist für den Republikaner besonders heikel, da er sich entgegen der jahrzehntelangen Gepflogenheiten für US-Präsidentschaftskandidaten bis heute weigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Gesetzlich verpflichtet wäre er dazu nicht.

Video: Auszüge aus der ersten TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump (tamedia/reuters)

Clinton hatte ihre Steuerpapiere bereits im August veröffentlicht. Trump weigert sich bislang mit der Begründung, die Steuerbehörde habe die Überprüfung der Unterlagen noch nicht abgeschlossen.

Trump reagierte zunächst nicht persönlich auf den Bericht der «New York Times». Sein Wahlkampfteam erklärte lediglich, Trump sei ein «hochqualifizierter Geschäftsmann», der «nicht mehr Steuern zahlt als gesetzlich vorgeschrieben». Trumps Wahlkampfteam erklärte, die Zeitung sei unrechtmässig an das Steuerpapier gekommen. Der «New York Times» warf das Team in der Erklärung vor, der «verlängerte Arme der Clinton-Kampagne» zu sein.

AFP/jdr

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