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«Glaubt nicht, dass diese Wahl entschieden ist»

Mit einem deutlichen Vorsprung in den jüngsten Meinungsumfragen geht Barack Obama ins letzte Wochenende vor der grossen Wahl. Experten warnen indes vor einer vorzeitigen Siegesfeier.

Barack Obama geht mit einem deutlichen Vorsprung ins letzte Wochenende vor der Wahl.
Barack Obama geht mit einem deutlichen Vorsprung ins letzte Wochenende vor der Wahl.
Keystone

Der 47-jährige Barack Obama warnte seine Anhänger vor zu grosser Siegeszuversicht. «Glaubt nicht für eine Sekunde, dass diese Wahl entschieden ist», sagte Obama bei einem Auftritt im Bundesstaat Virginia.

Der republikanische Spitzenbewerber John McCain seinerseits zeigte sich in Ohio trotz des Rückstands überzeugt, «dass wir die Präsidentschaft gewinnen werden».

Fokus auf umkämpfte Bundesstaate

Sowohl Obama als auch sein 72-jähriger Rivale wollten nach Medienberichten bis zur Wahl am Dienstag zu einer letzten Tour durch acht Staaten aufbrechen.

Beide Kandidaten seien jeden Tag 15 Stunden auf den Beinen, berichtet die «Washington Post». Im Mittelpunkt des Wahlkampf-Endspurts stehen die noch rund sieben Prozent unentschlossenen Wähler.

Ohio ist einer der Schlüsselstaaten für den Sieg bei der Präsidentschaftswahl. Der von Schwerindustrie geprägte Bundesstaat ging 2000 und 2004 jeweils mit knappem Vorsprung an den Republikaner George W. Bush.

Angesichts der Wirtschaftsflaute und hoher Arbeitslosigkeit könnte diesmal Obama profitieren, der sehr gut verdienende Haushalte stärker besteuern will.

Vorsprung von bis zu 11 Prozentpunkten

Nach den veröffentlichten Ergebnissen einer «New York Times»/CBS-Erhebung kann Obama landesweit auf 51 Prozent der Wählerstimmen hoffen, McCain nur auf 40 Prozent. Der durchschnittliche Vorsprung unter Berücksichtung sämtlicher Umfragen der vergangenen Tage beträgt 5,9 Prozent.

Das McCain-Wahlkampflager hat in den vergangenen Tagen wiederholt betont, dass eigene Umfragen auf ein weitaus engeres Rennen hindeuteten als es andere Erhebungen ergeben haben. Es bleibe noch genügend Zeit, Lücken zu schliessen, zitierte «USA Today» einen engen McCain-Berater.

Wahlforscher warnen

Trotz des deutlichen Vorsprungs für Obama warnten Wahlforscher vor möglicherweise dramatischen Entwicklungen am letzten Wochenende vor der Präsidentenwahl: In den vergangenen beiden Abstimmungen habe das Geschehen an diesen Tagen noch einen deutlichen Einfluss auf das Ergebnis gehabt.

Im Jahr 2004 brachte sich der Al-Qaida-Chef Osama bin Laden am Freitag vor der Wahl mit der Veröffentlichung eines Videos in die Abstimmung ein. Der Demokrat John Kerry machte später dafür seine Niederlage gegen George W. Bush verantwortlich.

Erwartet wird eine Rekordbeteiligung von bis zu 130 Millionen Wählern. Die ersten Wahllokale eröffnen gegen Dienstagmittag Schweizer Zeit. Mit einem Ergebnis wird am frühen Mittwochmorgen gerechnet.

Bis zum Freitag hatten bereits 17 Millionen Bürger in 30 Staaten von der Möglichkeit einer vorgezogenen Stimmabgabe Gebrauch gemacht.

SDA/bru

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