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Netanyahu ist die Reise nach Südafrika zu teuer

Der israelische Ministerpräsident sagte seine Teilnahme an der Trauerfeier für Nelson Mandela kurzfristig ab. Der Flug allein würde 750'000 Franken kosten, liess er ausrichten.

Wird nicht an der Trauerfeier für Nelson Mandela teilnehmen: Benjamin Netanyahu, israelischer Ministerpräsident. (8. Dezember 2013)
Wird nicht an der Trauerfeier für Nelson Mandela teilnehmen: Benjamin Netanyahu, israelischer Ministerpräsident. (8. Dezember 2013)
AFP

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat seine Teilnahme an den Trauerfeiern für den verstorbenen südafrikanischen Ex-Präsidenten Nelson Mandela kurzfristig abgesagt. Wie das staatliche israelische Radio und die Tageszeitung «Haaretz» am Sonntagabend berichteten, führte die israelische Regierung die hohen Reisekosten als Begründung für diese Entscheidung an.

Schon ein Flug mit der nationalen Fluglinie El Al würde demnach Kosten von umgerechnet 750'000 Franken verursachen, hinzu kämen die Kosten für das erforderliche Sicherheitspersonal.

Abbas wird nach Johannesburg fliegen

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat angekündigt, er werde am Dienstag an den Trauerfeierlichkeiten für Mandela in Johannesburg teilnehmen.

Die Liste der Trauergäste bei den Feierlichkeiten zum Gedenken an den verstorbenen südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela hat sich verlängert. Auch der kubanische Präsident Raúl Castro werde an der Beisetzungsfeier am kommenden Sonntag teilnehmen, hiess es am Sonntag im kubanischen Staatsfernsehen.

Zu den Staatsgästen, die in Südafrika erwartet werden, zählen auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, US-Präsident Barack Obama, der französische Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron.

80'000 Gäste erwartet

Der erste schwarze Präsident Südafrikas war am Donnerstag nach schwerer Krankheit im Alter von 95 Jahren gestorben. Am kommenden Sonntag soll Mandela in seinem Heimatort Qunu beigesetzt werden, die Trauerfeiern werden am Dienstag im Stadion von Soweto bei Johannesburg mit rund 80'000 Gästen beginnen. Dann sollen die sterblichen Überreste des Freiheitskämpfers an drei Tagen jeden Morgen durch die Strassen von Johannesburg getragen werden.

Auf der Liste der Trauergäste, die nach Südafrika reisen wollen, stehen ausser Obama auch die drei früheren US-Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter.

sda/AFP/chk

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