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Nach dem Yeti jetzt der Bär

Mit dem Kodiaq bringt Skoda im Frühling einen zweiten SUV auf den Markt. Er ist nicht nur gross und Skoda-typisch geräumig, sondern auch als Siebensitzer erhältlich. Und mit ihm kommt eine höhere Ebene Konnektivität.

Mit 4,70 Metern ist der Skoda Kodiaq ein stattlicher Bursche. Der zweite SUV aus Tschechien ist gross genug für mehr als fünf Sitze.
Mit 4,70 Metern ist der Skoda Kodiaq ein stattlicher Bursche. Der zweite SUV aus Tschechien ist gross genug für mehr als fünf Sitze.
zvg
Übersichtliches, aufgeräumtes Cockpit mit zentralem Infotainment.
Übersichtliches, aufgeräumtes Cockpit mit zentralem Infotainment.
zvg
Die beiden Zusatzsitze taugen auf kürzerer Strecke auch für Erwachsene.
Die beiden Zusatzsitze taugen auf kürzerer Strecke auch für Erwachsene.
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Die Namenswahl ist immer so eine Sache. Skoda hatte sich bei ihrem ersten SUV 2009 den wilden und kräftig geltenden, aber mystischen Bergmann Yeti ausgesucht. Sieben Jahre später bringen die Tschechen ihren zweiten SUV und nehmen die Themen kräftig und wild wieder auf, aber ohne mystische Note. Der Name Kodiaq stammt von einer Inselgruppe im Süden Alaskas, auf der der Kodiak-Braunbär lebt, der als eines der drei grössten an Land lebenden Raubtiere gilt.

Mit gross und kräftig ist auch der Eindruck umschrieben, den der Wagen beim ersten Zusammentreffen macht. Er ist mit 4,70 Meter Länge zwar nur knapp vier Zentimeter länger als der Octavia, die aktuelle Nummer 1 in der Schweizer Zulassungsstatistik, aber Breite, Höhe und vor allem die bullige Optik lassen den Wagen richtig gross erscheinen.

Ist man mit ihm unterwegs, bleibt der Eindruck von Grösse zwar erhalten, aber erstaunlicherweise wirken auch die Strassen etwas breiter, sodass selbst die schmalen Bergstrecken der östlichen Küstengebirge auf Mallorca nicht wirklich als eng wahrgenommen werden.

Platz im Überfluss

In der Interieurgestaltung hat sich Skoda ganz auf sein Image besonnen, mit luftigem Platzgefühl, grosser Variabilität und hochwertiger Verarbeitung. Im Fond ist die Sitzbank im Verhältnis 40 zu 60 unterteilt, einzeln um 18 Zentimeter in der Länge verschieb- und die Lehnenneigung einstellbar. Auf allen fünf Plätzen fallen Knie- und Kopfraum, aber auch die Ellenbogenfreiheit sehr grosszügig aus.

Platz im Überfluss auch im Kofferraum, der bei 720 Litern beginnt und mit umgeklappter Rücksitzbank 2065 Liter bietet – rekordverdächtig. Die optionale dritte Reihe wird bei Nichtgebrauch im Kofferraumboden versenkt, gleichwohl fallen ihr ein paar Liter Ladevolumen zum Opfer. Bei Vollbelegung verbleiben übrigens noch 270 Liter. Die Plätze 6 und 7 müssen trotz praktischem Zustiegsmechanismus regelrecht erklommen werden und bieten konstruktionsbedingt nur Kindern einen angemessenen Langstreckenkomfort.

Der Kodiaq spielt die Qualitäten des modularen Querbaukastens, auf dem beispielsweise auch der viel kompaktere Seat Ateca basiert, voll aus. Er schluckt Bodenwellen und Querfugen effizient, bleibt aber ein fahraktiver Wagen, den man getrost ein wenig um die Ecken scheuchen darf. Optional ist die adaptive Dämpferregelung mit drei unterschiedlichen Fahrmodi erhältlich, mit der sich der Charakter des Wagens in Sachen Fahrwerk und Antriebsstrang individualisieren lässt. Eine Offroad-Taste verändert ESP, Gasreaktion und Schaltcharakteristik, damit auch bei rutschigem Untergrund der Vortrieb optimal ist.

In der Schweiz gibt es den Kodiaq ausschliesslich mit Allradantrieb. Zur Auswahl stehen ein 1,4-Liter- und ein Zweiliterbenziner mit 150 oder 180 PS und ein Zweiliterdiesel mit 150 oder 190 PS. Alle sind mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich, jedoch nur die 150-PS-Motoren auch mit Handschaltung. Bei Skoda Schweiz geht man davon aus, dass vornehmlich die beiden Topmotorisierungen verkauft werden. Die Preise beginnen bei 31 450 Franken als Version Active mit 1.4 TSI. Generell 3000 Franken teurer ist die Version Ambition und erneut 3000 Franken teurer ist «Style».

Kopfairbags, Fahrerknieairbag und City-Notbremsfunktion sind nur ein paar von vielen Sicherheitsfeatures. Serienkomfort wird beispielsweise in Form von Tempomat und DAB+-Radio mit Freisprecheinrichtung geboten.

Gut vernetzt

Neu kommen Konnektivitätslösungen dazu, die unter anderem den automatischen Notruf bei Airbagauslösung (E-Call) umfassen und optional zum Beispiel Daten-Streaming für Echtzeit- Verkehrsinfos, Google-Earth- Einbindung für die Navigation und Online-Kartenupdates. Diese via eine Skoda-Plattform zugänglichen Dienste heissen Infotainment Online und sind bei «Style» Serie, in den beiden andern Ausstattungen optional erhältlich. Infotainment Online wird über das gekoppelte Handy verbunden und nutzt das Datenkontingent des Kunden-Mobile-Abos; zudem muss die Nutzung der Dienste nach drei Jahren bei Skoda neu gebucht werden.

Der Kodiaq rollt im März auf die Strassen und Skoda rechnet mit einer Nachfrage etwas oberhalb des Superb. Wie der Bestellungseingang zeigt, nutzen die Kunden bereits rege die Möglichkeit von zusätzlichen Sitzen, denn rund 40 Prozent der Bestellungen sind Siebensitzer.

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