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Comeback ohne Allüren

Honda drängt sich spät zurück ins boomende Segment der kleinen SUV. Dafür fährt der neue HR-V bei Funktionalität und Alltagstauglichkeit vorneweg.

Sie legten ihren ganzen Übermut in dieses Auto. Entwarfen einen kastenförmigen Kombi mit zu flacher Front und zu grosser Bodenfreiheit, und weil er so ausschaute, nannten sie ihn High Rider Vehicle. Oder kurz: HR-V. Das Mini-SUV erfand Honda auch noch ganz nebenbei. Bloss mochte die Kundschaft 1999 ihre Allradler gerade lieber drei Nummern grösser, und auch das Design weckte nicht gerade Begeisterungsstürme. Nur 110'000 Käufer fanden sich für den ersten HR-V, Ende Gelände nach sechs Jahren. «Wir waren Pioniere und zu früh dran», sagt Hiroshi Nomura, Chef der Schweizer Honda-Dependance.

Jetzt, zehn Jahre später, rollt die zweite Generation an den Start – als Nachzügler. Denn das Segment kleiner SUV brummt längst. Und die Rollen im Spiel scheinen schon vergeben: Den Rabauken gibt Jeeps Renegade, den Schönling Mazdas CX-3, und mehr optische Extravaganz als beim Nissan Juke scheint kaum möglich. Von solch wildem Design ist beim HR-V nichts zu sehen, so harmonisch und ausgewogen steht er da. Was die Frage aufwirft, wie Honda zwischen den vielen Mitbewerbern auffallen will.

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