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Toyota legt seinen Bestseller neu auf

Mit dem neuen Corolla will Toyota an die Erfolge des 1966 lancierten Kompaktwagens anknüpfen.

Die dynamische Front und die scharf gezeichneten Seitenlinien des Corolla 2019 lassen das nüchterne Auris-Design rasch vergessen. Foto: PD
Die dynamische Front und die scharf gezeichneten Seitenlinien des Corolla 2019 lassen das nüchterne Auris-Design rasch vergessen. Foto: PD

Mit über 45 Millionen Fahrzeugen zählt der Toyota Corolla bis heute zu den weltweit meistverkauften Autos – und war für seinen Hersteller eine Erfolgsgeschichte. Trotzdem schien den Japanern die Modellbezeichnung 2007 ein Auslaufmodell. Zumindest in Europa, denn dort verschwand die seit 1966 so erfolgreiche Modellbezeichnung Corolla überraschend vom Markt und wurde von Toyota durch den neuen Namen Auris ersetzt. Ein markentechnischer Fehlentscheid, der für viel Unverständnis sorgte und der heute, nach über zehn Jahren, wieder rückgängig gemacht wird? Auf diese Frage will Toshio Kahei, Chefingenieur des neuen Toyota Corolla, unter keinen Umständen antworten. Ein Blick in die Verkaufsstatistik zeigt aber: Die Verkaufszahlen des Golf-Konkurrenten Auris blieben deutlich hinter denen des übermächtig scheinenden Deutschen zurück.

Nun soll die Rückkehr zur Modellbezeichnung Corolla der mittlerweile zwölften Generation des Kompaktwagens von Toyota neuen Schwung verleihen, wie Toshio Kahei bereitwillig bekräftigt: «An der Entwicklung des neuen Corolla haben wir vier Jahre intensiv gearbeitet. Wir sind überzeugt, dass er wieder alles mitbringt, um unsere Kunden mit seinem Design und seiner Technik zu überzeugen.»

Gefälliges Design

Das Kapitel Auris wird in der europäischen Toyota-Historie wohl bald in Vergessenheit geraten. Denn was Toyota nun mit dem neuen Modell unter alter Bezeichnung auf den Markt bringt, erfüllt alle Voraussetzungen, die über 50 Jahre dauernde Corolla-Geschichte erfolgreich weiterzuschreiben. Am augenfälligsten wird das beim Blick auf das gefällige Design. Die beiden in der Schweiz erhältlichen Modellvarianten Schrägheck (Hatchback) und Kombi (Touring Sports) wurden mit Blick auf den europäischen Markt entwickelt. Sie befolgen das von Toyota-Boss Aika Toyoda postulierte Firmencredo «no more boring cars» zur Gänze. Eine dynamische Front, scharf gezeichnete Seitenlinien und ein bei beiden Modellvarianten gelungenes Heck werden mit den charakteristisch gestalteten Front- und Heckleuchten noch akzentuiert. Der Corolla 2019 lässt das nüchterne Design der Auris-Modelle rasch vergessen.

Hybridexpertise ausgespielt

Seinen grössten Trumpf spielt der neue Kompaktwagen aber bei der Motorisierung aus. Hier profitiert der Corolla von der jahrelangen Expertise bei Toyota in Sachen Hybridantrieb. Mit den jüngsten Prius- und C-HR-Modellen teilt er sich zum einen die Karosserie-Plattform, zum anderen profitiert er von der Auswahl an bewährten Vollhybridsystemen aus dem Konzernregal. Nebst der Basisversion mit einem 1,2-Liter-Turbobenziner mit 116 PS stehen den Kunden gleich zwei Hybridantriebs­systeme mit wahlweise 122 oder 180 PS zur Verfügung. Auf unseren Fahrten empfiehlt sich die stärkere Variante selbstredend mit grösserer Laufruhe und mehr Reserven bei der Beschleu­nigung. Für den im Vergleich zum Kombi um knapp 30 Zentimeter kürzeren Hatchback reicht der 1,8-Liter-Hybridantrieb mit 122 PS aber durchaus. Er legt den Paradesprint von 0 auf 100 km/h zwar um drei Sekunden langsamer zurück, bleibt aber beim Normverbrauch auch einen halben Liter genügsamer.

Insgesamt überzeugt der neue Corolla im Gesamtpaket. Nebst den sparsamen Hybridantrieben – die allesamt die Ansprüche der Energiekategorie A erfüllen – und nebst dem frechen Design punktet der Fronttriebler mit gutem Komfort auf allen fünf Plätzen, mit einem modern gestalteten Interieur und einer umfangreichen Grundausstattung mit Sicherheitssystemen wie der Müdigkeits- oder Verkehrsschilderkennung. Die Fahrt im übersichtlichen Corolla in der City und über Land macht durchwegs Spass. Und ob man es glauben mag oder nicht: Zu wissen, dass man in einem namhaften Modell mit einer bis 1966 zurückreichenden Historie fährt, trägt in der heute so schnelllebigen Zeit zum guten Corolla-Gefühl bei.

Thomas Borowski fuhr den neuen Corolla auf Einladung von Toyota Schweiz in Spanien.

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