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Vernunft hat einen Namen: Skoda Octavia

Viel Auto für wenig Geld. So hat sich Skoda im VW-Konzern etabliert. Ende Jahr bringen die Tschechen den frisch gelifteten Octavia und versprechen noch mehr Auto für weniger Geld.

Wenn in diesen Tagen irgendwo auf der Welt ein neues Autos präsentiert wird, dann wird oft weniger über PS, Drehmoment oder Design gesprochen als über die weltweite Finanzkrise. Das war auch bei den Testfahrten des frisch überarbeiteten Skoda Octavia nicht anders, denn auch die Tschechen haben ihre aktuelle Produktion ein bisschen zurückgefahren. Dabei geht es der VW-Tochter sehr gut: Plus 14,8 Prozent lautet das Zwischenresultat nach neun Monaten 2008, in der Schweiz liegt Skoda sogar 29,5 Prozent über dem Vorjahr.

Ein positiver Trend, der durchaus anhalten könnte. Denn in Krisenzeiten ist Vernunft gefragt, und Vernunft ist auch das, was die Tschechen seit Jahren auf vier Rädern und mit dem Griff in den VW-Baukasten liefern. Daran ändert auch das neuste Facelift des Bestsellers Octavia nichts. Zwar betonte man bei der Präsentation eindringlich, dass «anders als bei herkömmlichen Massnahmen der Modellpflege für die Überarbeitung des Octavia auch Stahlblech-Teile der Karosserie geändert worden sind», trotzdem ist auch der neue auf den ersten Blick als Octavia erkennbar. Und das ist gut so, denn Skoda-Käufer wollen keine Experimente.

Superb-Gesicht für Octavia

Sicher, dank der Annäherung an die modernere Formensprache des kürzlich lancierten neuen Skoda-Flaggschiffes Superb – vor allem an der Front – wirkt der Octavia nun dynamischer und zeitgemässer. Aber ein Schönling ist er deswegen nicht. Kein Problem, denn der Octavia hat sich auch bis anhin nicht über sein Äusseres verkauft, sondern wegen der inneren Werte und wegen seines fairen Preises. Und diese Formel haben die Tschechen nicht nur beibehalten, sondern sogar neu berechnet: Trotz aufgewerteter Ausstattung und modernerem Design rollt der Octavia ab Ende Dezember um 590 Franken günstiger an als das aktuelle Modell. Die Limousine (102 PS) gibts ab 23'400 Franken, den genau gleich motorisierten Kombi ab 24'900 Franken.

Neuer 1.4 TSI mit 122 PS

Für dieses Geld bekommen die Käufer ein aufgewertetes Interieur mit hochwertigeren Materialien, ein neu gezeichnetes Multifunktionslenkrad, ein praktischeres Kombiinstrument und das Navigationssystem des Superb. So verströmt der neue Octavia innen trotz «Dumping-Preis» fast schon Oberklasse-Charme.

Nicht ganz so oberklassig sieht es bei den Motoren aus: Zwar wird die Palette bei den Benzinern um den 1.4 TSI von VW mit 122 PS ergänzt (0 bis Tempo 100 in 9,7 Sekunden, 154 Gramm CO2 pro Kilometer), doch Dieselfreunde müssen sich auch in den nächsten Monaten noch mit den in die Jahre gekommenen und unangenehm lauten Pumpe-Düse-Diesel begnügen. Erst im Frühsommer 2009 soll auch der Octavia einen modernen Commonrail-Diesel bekommen. Wie erwartet zeigte sich das Fahrwerk von seiner besten Seite, nur auf ganz schlechten Strassen wünscht man sich weniger Härte und dafür mehr Komfort.

* Markus Cavelti fuhr den neuen Skoda Octavia am 22./23. Oktober auf Einladung der Amag in Tschechien.

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