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«Als Designer ist man eigentlich nie ganz zufrieden»

Mercedes-Benz-Designchef Gorden Wagener gab sich bei der Premiere des neuen SL in Marbella die Ehre. Doch der neue Roadster beschäftigt ihn schon lange nicht mehr.

Designchef Gorden Wagener zum neuen SL: «Liebe auf den zweiten Blick.»
Designchef Gorden Wagener zum neuen SL: «Liebe auf den zweiten Blick.»
Daimler

Gorden Wagener, wie gefällt Ihnen persönlich der neue SL??

Sehr gut, sonst würde er ja nicht in dieser Form hier stehen.

Gibt es trotzdem ein paar Dinge, die Sie heute gerne ändern würden?

Natürlich. Immer. Designer sind wie andere Kreative auch – wenn das Produkt fertig ist, entdeckt man noch die verschiedensten Dinge, die man ändern möchte. Das ist auch bei mir so. Als Designer ist man eigentlich nie zufrieden – denn man entdeckt immer wieder Möglichkeiten, etwas zu verändern. Aber ein Auto, vor allem ein Mercedes, muss ja nicht nur schön sein, sondern auch praktisch und sicher.

Stört es Sie manchmal, dass Sie in der Automobilindustrie Ihre Kreativität der Funktion unterordnen müssen?

Natürlich wäre es einfacher, wenn man unsere Ideen von A bis Z adaptieren könnte. Aber für mich ist es genau diese Aufgabenstellung, die meinen Job so interessant macht. Es muss nicht nur gut aussehen, sondern auch im Alltag funktionieren, und vor allem muss man unsere Ideen auch in Serie fertigen können.

Zurück zum SL: Wie würden Sie den Roadster charakterisieren?

?Ein sehr schönes, ausgewogenes Auto, das den Spagat zwischen Sport und Luxus auch optisch hervorragend schafft. Der SL ist kein Auto, bei dem sich die Fussgänger den Hals verdrehen. Denn wir verzichten auch bei diesem Auto auf Effekthascherei. Der neue SL ist ein Auto, das jeden Tag an Schönheit gewinnt – also Liebe auf den zweiten und dritten Blick.

Sie waren natürlich auch in Genf unterwegs. Was hat Ihnen am besten gefallen??

Ganz ehrlich: Unsere neue A-Klasse! Das Auto macht im Konkurrenzumfeld eine erstklassige Figur. Da haben wir auch in Sachen Design ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt, und das ist für uns sehr wichtig. Sehr schön fand ich aber auch die Studie von Infiniti.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingsauto von Mercedes-Benz??

Eigentlich immer das, an dem ich gerade arbeite. Denn als Designer geht man während der Entstehung eines neuen Modells eine echte Beziehung mit dem Objekt ein. Diese Beziehung hält aber nur so lange, bis ein neues Projekt am Start steht.

Und woran arbeiten Sie jetzt gerade?

Das darf ich nicht erzählen. Denn ich bin schon viel weiter, mein Fokus ist auf Autos gerichtet, die 2015 oder 2016 auf den Markt kommen. Aber ich kann versichern, dass die neue A-Klasse noch ein paar Überraschungen parat hat. (lie)

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