Zum Hauptinhalt springen

Zuerst virtuell, erst danach reell

Ein Computerspiel-Auto wird Wirklichkeit. Am Pariser Salon stellte Citroën alte Gepflogenheiten auf den Kopf.

Normalerweise läuft es so: Ein real existierendes Auto macht auf real existierenden Strassen Furore. Dann kommt es als virtuelle Replika in die Computerspiele und rast zum Beispiel im 50 Millionen Mal verkauften Gran Turismo 5 durch die Bildschirme dieser Welt.

Citroën und das Unternehmen Polyphony, Designer von Gran Turismo 5 für die Sony Playstation III, haben nun eben den umgekehrten Weg beschritten. Der GTbyCitroën, ein schnittiger Supersportler, wurde zunächst für das Computerspiel gezeichnet. Erst für den Pariser Automobilsalon ist die virtuelle Rakete auf vier Rädern nun sozusagen Fleisch geworden: Designer Takumi Yamamoto hat den Boliden vom Spielzeug zum echten Konzeptauto entwickelt.

Futuristisch

Dabei verleugnet das dynamische Styling des Concept Cars sein Computerspiel-Erbgut in keiner Art und Weise: Das Heck ist ganz bewusst oversized und übertrieben lang gestaltet, um das Modell visuell schneller zu machen. Real, so gibt der Designer gerne zu, würde das wenig Sinn machen. Futuristisch sind nicht nur die Materialien: wie Kupfer aussehende Skulpturen im Innenraum zum Beispiel, die dank modernster Lasertechnik aus einem Stück gefertigt wurden, futuristisch ist auch der Antrieb.

Im Spiel fährt der Supersportler mit vier Elektromotoren, die 635 PS leisten. Der Elektroantrieb mit Brennstoffzelle fährt vollkommen schadstofffrei. Auffallend sind extrabreite Lufteinlässe und eine markante Form der Scheinwerfer. Sie sind mit LEDs bestückt und leuchten mit blauem Licht die Strasse aus. Markant ist auch das Citroën-Zeichen an der Kühlerfront, das keine Zweifel an der Herkunft eines Autos lässt, das auf den ersten Blick vielleicht nicht gerade als Citroën zu identifizieren wäre.

Hinter dem Projekt stehen Designer Takumi Yamamoto, er hat die Aussenform des Autos gezeichnet, und Tom Roberechts, Europachef von Polyphony Digital, der für die Spielentwicklung zuständig war. Und, fährt das Auto auch wirklich? Takumi Yamamoto: «Es ist wie bei den meisten Concept Cars. Es funktioniert, aber die Motorenwahl ist temporär. Im Spiel hingegen fährt er mit Brennstoffzellenantrieb».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch