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Coronavirus in der Schweiz+++ Tessin verbietet Besuche in Heimen und Spitälern +++ 199 Fälle mit Mutationen +++ Lage in Wengen «unberechenbar»

Die britische Coronavirus-Mutation macht den Tessiner Behörden Sorgen. In der Schweiz sind bisher 147 Fälle dieser Variante gefunden worden. Nationale Corona-News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 13. Januar weitere Massnahmen beschlossen und geltende Regeln bis Ende Februar verlängert. (Lesen Sie dazu: Bundesrat greift durch).

  • In Grossbritannien und Südafrika ist eine Virus-Mutation aufgetaucht, die als ansteckender gilt als die bisher bekannte Variante. Beide Mutationen wurden in der Schweiz nachgewiesen.

  • Alle Schweizer Kantone haben mit der Corona-Impfung begonnen.

Hier geht es zu unserem Corona-Dashboard mit allen Zahlen.

LIVE TICKER

Tessin verhängt Besuchsverbot in Altersheimen und Spitälern

Das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales hat ein Verbot von Besuchen in Altersheimen, Spitälern und Behindertenheimen verhängt. Das Verbot gilt ab Samstag. Grund für das Verbot sei die britische Coronavirus-Mutation, heisst es.

199 Fälle der neuen Coronavirus-Varianten in der Schweiz

In der Schweiz sind bisher 199 Fälle der mutierten Varianten des Coronavirus gefunden worden. Davon konnten 147 der britischen Variante B.1.1.7 zugeordnet werden.

Sieben Viren gehörten zur Variante aus Südafrika, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte. Und bei 45 Fällen sei im Virusmaterial eine Mutation gefunden worden, die aber nicht genüge, um sie eindeutig einer der beiden Linien zuordnen zu können.

Weil die Untersuchungen nur bei Verdacht durchgeführt würden, seien sie nicht repräsentativ. Deshalb könne auch keine Aussage darüber gemacht werden, wie gross der Anteil der mutierten Viren in der Bevölkerung sei und wie schnell sich dieser verdopple.

BAG meldet 2396 Neuinfektionen

Dem BAG sind innerhalb der letzten 24 Stunden 2396 neue Ansteckungen gemeldet worden. Am Freitag vor einer Woche waren es 3220 Fälle. Die Positivitätsrate beträgt 9,5 Prozent bei 25'092 neu gemeldeten Tests.

Es gab 139 neue Spitaleinweisungen und 66 Todesfälle. Zum Vergleich: Am Freitag vor einer Woche wurden 166 Spitaleinweisungen und 75 Todesfälle gemeldet.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 14,1 Prozent. Im selben Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 449 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 5. Januar bei 0,84.

Seit Beginn der Pandemie gab es 495'228 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus. 20'575 Personen mussten bisher wegen einer Corona-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung belief sich auf 7970.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befinden sich laut Angaben des BAG 23'974 Menschen in Isolation und 33'100 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befinden sich 4762 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

Lage in Wengen (BE) «unberechenbar»

Im Berner Oberländer Tourismusort Wengen bleibt die Lage aus epidemiologischer Sicht «angespannt und unberechenbar». Dies teilte der Kanton Bern am Freitag mit. Am Mittwoch und Donnerstag waren 567 Schnelltests durchgeführt worden, davon resultierten 3 positiv.

Bei 47 PCR-Tests stehen die Resultate noch aus, hiess es weiter. Die Bevölkerung in Wengen werde dringend gebeten, sich testen zu lassen. Dies vor allem bei Symptomen, aber auch dann, wenn es eine Verbindung zu einer positiv getesteten Person gibt. Auch alle übrigen Personen werden eingeladen, sich testen zu lassen.

Idealerweise sollte ein Test fünf Tage nach dem ersten Termin wiederholt werden. Der Kanton Bern kündigte zudem an, zusammen mit der Gemeinde am kommenden Montag auch in Lauterbrunnen ein Testzentrum in Betrieb zu nehmen, um auch die Gemeindeteile Mürren, Gimmelwald, Stechelberg, Isenfluh abzudecken.

Die Berner Kantonsbehörden rufen andere Skigebiete und Wintersportorte auf, im Hinblick auf die kommenden Sportferien ihre Testkapazitäten zu erhöhen. In Wengen wird zudem der Fernunterricht in der Schule um eine weitere Woche verlängert.

Der Kanton Bern hatte am Dienstag beschlossen, die Testkapazitäten in Wengen zu erhöhen, nachdem innert relativ kurzer Zeit 70 Einheimische und Gäste positiv aufs Coronavirus getestet worden waren.

Auch wurde bei sechs Personen die neue Coronavirus-Variante aus Grossbritannien festgestellt. Die Berner Behörden gingen davon aus, dass sich die meisten oder sogar alle in Wengen positiv getesteten Personen mit der Variante B1.1.7 infizierten. Deshalb verbot der Kanton Bern am Montag die Durchführung der Lauberhornrennen.

Die Berner Behörden hatte am Dienstag die Bevölkerung des 1000-Seelen-Dorfs dazu aufgerufen, sich testen zu lassen. Hoteliers sollten zudem ihre Gäste dazu aufrufen, sich ebenfalls aufs Virus testen zu lassen. (sda)

Lesen Sie dazu auch: Superspreader im Berner Oberland

Der Berner Skiort wurde zum Corona-Hotspot – mit der ansteckenderen Virusmutation aus England. Jetzt werden alle im Dorf nochmals grossflächig getestet, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen.

In Uri sind die Altersheimbewohner geimpft

Der Kanton Uri hat in den beiden ersten Wochen der Corona-Impfkampagne rund 700 Personen geimpft. Alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner der Urner Pflegeheime hätten die erste Dose des Pfizer/Biontech-Impfstoffs erhalten, teilte der Sonderstab Covid-19 am Freitag mit.

In den nächsten Tagen werde der neu zugelassene Impfstoff von Moderna ausgeliefert, hiess es weiter. Dieser werde im Impfzentrum im Kantonsspital Uri verwendet. In zwei Wochen könnten in einem beschränkten Ausmass auch die Hausärzte den Moderna-Impfstoff verabreichen.

Weitere 1000 Personen im Kanton Bern geimpft

Im Kanton Bern sind innert eines Tages erstmals über 1000 Personen geimpft worden. Damit steigt die Zahl der mit einer ersten Dosis Geimpften seit anfangs Woche auf 3218 Personen.

Am Donnerstag erhielten 1095 Personen einen erste Spritze, wie den am Freitagmorgen aktualisierten Zahlen auf der Impfwebseite des Kantons Bern zu entnehmen ist. Die täglichen Zahlen steigen seit Impfstart kontinuierlich. Am Montag wurden 573 Personen «gepiekst», am Dienstag 745, am Mittwoch 805 und am Donnerstag 1095.

Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, sollten im Kanton Bern täglich bis zu 5000 Personen geimpft werden können. In der ersten Phase steht die Impfung ausschliesslich Personen über 75 Jahren zur Verfügung.

Onlinehändler Competec profitiert von Corona

Die Competec-Gruppe, zu der unter anderem der Onlineshop Brack.ch gehört, hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2020 deutlich gesteigert. Zudem schuf das Unternehmen im letzten Jahr 140 neue Stellen.

Konkret wuchs der Umsatz der Gruppe gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent auf 1,026 Milliarden Franken. Damit habe man erstmals in der Firmengeschichte die Milliardengrenze überschritten, teilte die Aargauer Handels- und E-Commerce-Gruppe am Freitag mit.

Vor allem im Geschäft mit Privatkunden habe die Gruppe ein ausserordentliches Wachstum erzielt. Die Covid-19-Krise habe dem Onlinehandel «unbestritten in die Karten gespielt», erklärte Competec. Insgesamt wurden im letzten Jahr 3,2 Millionen Pakete verschickt – 1,1 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Die Competec-Gruppe, zu der unter anderem der Onlineshop Brack.ch gehört, hat während der Coronapandemie beim Umsatz erstmals die Milliardengrenze geknackt. (Archivbild)
Die Competec-Gruppe, zu der unter anderem der Onlineshop Brack.ch gehört, hat während der Coronapandemie beim Umsatz erstmals die Milliardengrenze geknackt. (Archivbild)
Foto: Christian Beutler (Keystone)
Pro Senectute hilft Senioren bei Anmeldung für Impftermin

Weil die Anmeldung für einen Impftermin gegen das Coronavirus für Seniorinnen und Senioren mitunter nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist, bietet die Organisation Pro Senectute nun Unterstützung an.

Die ersten Impftermine, die am Montag im Kanton Bern verfügbar waren, waren rasch ausgebucht. Per Telefon war kaum ein Durchkommen und die digitale Anmeldung war für viele Seniorinnen und Senioren eine hohe Hürde, namentlich weil viele der über 75-Jährigen keinen Internetzugang haben.

Seniorinnen und Senioren, die Unterstützung bei der Anmeldung brauchen, können sich telefonisch bei den Pro Senectute-Beratungsstellen melden, wie die Organisation am Freitag mitteilte. Die Unterstützung ist kostenlos.

Emmi Zimmerli hält sich den Oberarm nach der Impfung gegen Covid-19 in Gelterkinden. (29. Dezember 2020)
Emmi Zimmerli hält sich den Oberarm nach der Impfung gegen Covid-19 in Gelterkinden. (29. Dezember 2020)
Foto: Alexandra Wey (Keystone)
Schweizer Hotels erleiden Übernachtungseinbruch im November

Die Corona-Krise hat die Schweizer Hotellerie fest im Griff. Im Monat November haben in den Schweizer Hotels nicht einmal halb so viele Gäste wie im Vorjahr eingecheckt.

Gegenüber 2019 brachen die Übernachtungen in dem Monat um rund 57 Prozent auf 890'000 ein, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Das waren etwa 1,2 Millionen weniger als in der Vorjahresperiode.

Damit war auch der Start in die Wintersaison ein Reinfall für die Tourismusindustrie. Bereits in den Sommermonaten Mai bis Oktober gingen mehr als 9 Millionen Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr verloren. Im Zeitraum von Januar bis November 2020 brachen 14,6 Millionen Übernachtungen oder fast 40 Prozent weg.

Städte erneut härter getroffen

Wie in den Vormonaten zeigt sich weiterhin ein Stadt-Berg-Gefälle. In der Stadt Zürich wurden beispielsweise im November 2020 gerade einmal 57'500 Logiernächte verzeichnet, im Vorjahr waren es über 262'000. In der gesamten Region brachen etwa 75 Prozent der Übernachtungen weg. Luzern verbuchte mit 22'600 nach 86'800 Übernachtungen auch entsprechend weniger. In der Region Luzern/Vierwaldstättersee brachen etwa die Hälfte der Gäste weg.

Derweil hielt sich der Rückgang im mondänen Winterort St. Moritz mit 9'200 gegenüber 11'200 Übernachtungen in Grenzen. Ganz Graubünden liegt sogar mit rund 12'000 Logiernächten im Plus. Auch Saas-Fee legte mehr Übernachtungen vor – im November wurden 13'000 Logiernächte verbucht, im Vorjahr waren es nur 9'800. Im Kanton Wallis lag der Rückgang dann aber doch bei knapp 40 Prozent. Das Tessin hält sich im Vergleich stabil.

Insgesamt hatten auch knapp 10 Prozent weniger Betriebe im November 2020 als noch im Vorjahresmonat geöffnet. Dabei ging die Auslastung der geöffneten Betriebe um gut die Hälfte zurück.

Ausbruch in Tessiner Altersheim mit neuer Mutation

In einem Altersheim in Balerna hat die britische Mutation zu einem grösseren Coronavirus-Ausbruch geführt. Innert kürzester Zeit hätten sich zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter angesteckt, teilte der Kanton Tessin mit.

Das Altersheim in der Region Mendrisio sei inzwischen für Besuche geschlossen worden, schreibt das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales in einem am Donnerstag verschickten Communiqué.

Entdeckt worden sei der Fall der britischen Coronavirus-Mutation durch die vor kurzem erfolgte Neuansteckung eines Bewohners sowie zahlreiche Folgeinfektionen.

In einem Tessiner Altersheim ist die britische Coronavirus-Mutation bestätigt worden. Symbolbild
In einem Tessiner Altersheim ist die britische Coronavirus-Mutation bestätigt worden. Symbolbild
Foto: Ti-Press/Keystone (Symbolbild)

Rund die Hälfte des Personals sowie drei Viertel der Bewohnerinnen und Bewohner seien in einer flächendeckenden Überprüfung positiv auf das Coronavirus getestet worden, schreibt das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales weiter. Dass es sich dabei um die britische Mutation des Virus handelt, sei am Mittwochabend bestätigt worden.

BAG meldet 2474 Neuinfektionen

Dem BAG sind innerhalb der letzten 24 Stunden 2474 neue Ansteckungen gemeldet worden. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 3975 Fälle, vor zwei Wochen 4391. Die Positivitätsrate beträgt 10,1 Prozent bei 24'465 neu gemeldeten Tests.

Es gab 106 neue Spitaleinweisungen und 53 Todesfälle. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche wurden 196 Spitaleinweisungen und 75 Todesfälle gemeldet, vor zwei Wochen 166 Spitaleinführungen und 77 Todesfälle.

Seit Beginn der Pandemie gab es 492'832 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus. 20'436 Personen mussten bisher wegen einer Corona-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung belief sich auf 7904.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befinden sich laut Angaben des BAG 25'552 Menschen in Isolation und 35'199 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befinden sich 6395 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

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Graubünden setzt auf grosse Teststrategie

Der Kanton Graubünden setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie neu auf Massentests. Die von der Regierung beschlossene grosse Impf- und Teststrategie hat Kosten von 25 Millionen Franken zur Folge. Die kantonale Impf- und Teststrategie beruht auf freiwilliger Basis und umfasst neun regionale Impf- und Testzentren. Dazu kommen grossflächige, regelmässige Betriebs- und Schultests, wie die Bündner Regierung am Donnerstag in Chur bekanntgab. In Bezug auf die Coronatests nehme der Kanton eine Pionierrolle ein, hiess es.

Die durchgeführten Pilotprojekte im Engadin und in drei Südtälern zeigten laut Regierungsangaben auf, dass wiederholtes Testen ein geeignetes Mittel ist, um Übertragungsketten des Coronavirus frühzeitig zu unterbrechen. In allen Regionen, in denen Flächentests durchgeführt worden seien, sei die Zahl der Neuansteckungen für mindestens fünf Tage rückläufig gewesen. Die Test- und Impfstrategie soll auch dazu beitragen, die Wintersaison fortzusetzen. Es brauche eine Alternative zu den Beschränkungen, betonte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Marcus Caduff. Die Kosten von 25 Millionen Franken wurden für den Zeitraum von Januar bis August berechnet.

Flughafen Genf verzeichnet 2020 Passagierrückgang um 69 Prozent

Die Coronapandemie hat auch den Flughafen Genf hart getroffen. Das Passagieraufkommen am zweitgrössten Flughafen der Schweiz ging im vergangenen Jahr 2020 um 69 Prozent auf noch 5,6 Millionen Fluggäste zurück, wie der Genève Aéroport am Donnerstag mitteilte.

So niedrige Passagierzahlen habe es seit Jahren nicht mehr gegeben, schreibt der Flughafen. Die Pandemie habe den Luftverkehr über viele Monate stark behindert und etwa zu Flugstreichungen, Grenzschliessungen, Einreisebeschränkungen oder obligatorischen Quarantänen geführt, erinnert er. Der grösste Flughafen der Schweiz, der Flughafen Zürich, hatte bereits am Mittwoch einen Rückgang seiner Passagierzahlen um 74 Prozent mitgeteilt.

Am Flughafen Genf wurden im vergangenen Jahr 69 Prozent weniger Fluggäste verzeichnet: Passagiere beim Check-in am Flughafen Genf. (21. Dezember 2020)
Am Flughafen Genf wurden im vergangenen Jahr 69 Prozent weniger Fluggäste verzeichnet: Passagiere beim Check-in am Flughafen Genf. (21. Dezember 2020)
Foto: Salvatore Di Nolfi (Keystone)

Im Jahr 2019 waren am Genève Aéroport noch 17,9 Millionen Passagiere abgefertigt worden. Solche Zahlen erwartet der Flughafenbetreiber nun voraussichtlich erst wieder für das Jahr 2024.

2123 Geimpfte innert drei Tagen im Kanton Bern

Im Kanton Bern sind am Mittwoch 805 weitere Personen gegen Covid-19 geimpft worden. Damit erhielten seit Impfstart insgesamt 2123 Bernerinnen und Berner die Impfung, wie aus den am Donnertag aktualisierten Zahlen auf der Corona-Webseite des Kantons hervorgeht.

Am Montag waren 573 Personen geimpft worden, am Dienstag 745 und am Mittwoch 805. Die Zahlen des Vortags werden jeweils am Morgen des Folgetages um 8.00 Uhr aufgeschaltet.

Sobald genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, könnten im Kanton Bern täglich bis zu 5000 Impfungen durchgeführt werden. Nebst den Impfzentren sind mobile Einsatzteams in den Altersheimen unterwegs.

Die ersten Impftermine waren bereits am Montag ausgebucht. Ende Woche sollen weitere Termine freigeschaltet werden. Derzeit sind ausschliesslich Menschen ab 75 Jahren zur Covid-Impfung zugelassen.

Negative Tests in Wengen

Im Berner Oberländer Tourismusort Wengen sind am Mittwochnachmittag gut 200 Personen auf das Coronavirus getestet worden. Alle Resultate fielen negativ aus, wie ein Mediensprecher der bernischen Gesundheitsdirektion auf Anfrage bekanntgab.

Massentests in Wengen.
Massentests in Wengen.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Der Kanton Bern hatte am Dienstag beschlossen, die Testkapazitäten in Wengen zu erhöhen, nachdem innert relativ kurzer Zeit 70 Einheimische und Gäste positiv aufs Coronavirus getestet worden waren.

Die Berner Behörden riefen am Dienstag die Bevölkerung des 1000-Seelen-Dorfs dazu auf, sich testen zu lassen. Hoteliers sollten ihre Gäste dazu aufrufen, sich ebenfalls aufs Virus testen zu lassen.

Der Aufruf hatte Erfolg: Laut Gundekar Giebel von der bernischen Gesundheitsdirektion erwartete diese, dass sich 60 bis 80 Personen pro Stunde testen lassen würden. Die gut 200 Tests vom Mittwochnachmittag entsprechen ungefähr den Erwartungen. Die Tests werden weitergeführt.

Webseite der Bundesverwaltung überlastet

Das ungewöhnlich grosse Interesse an den Entscheiden des Bundesrates im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Webseite der Bundesverwaltung www.admin.ch am Mittwoch zum Teil überlastet war.

Wegen «einer Höchstzahl an Zugriffen» seien die Webseiten des Bundes zum Teil nur schwer oder gar nicht mehr erreichbar gewesen, teilte das Bundesamt für Information und Telekommunikation (BIT) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Man arbeite mit Hochdruck an der Behebung des Problems.

ÖV: Fahrplan wird nicht reduziert

SBB und PostAuto haben als Systemführer für den öffentlichen Verkehr nach Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) beschlossen, dass der Fahrplan nicht reduziert wird. «Der öffentliche Verkehr ist eine systemrelevante Dienstleistung gerade für Menschen, die nicht zu Hause arbeiten können. Mit der Aufrechterhaltung des geltenden Fahrplans können wir auch dafür sorgen, dass sich die Menschen gut auf die Verkehrsmittel verteilen können», sagt Postauto-Sprecher Urs Bloch. Die Erfahrung des letzten Frühlings habe zudem gezeigt, dass die Neuplanung des Fahrplans innert kürzester Zeit mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist, und sich damit kaum Kosten senken lassen. (anp)

Ein Bild, das sich wiederholen könnte: Der HB in Zürich zeigte sich im März 2020 fast menschenleer.
Ein Bild, das sich wiederholen könnte: Der HB in Zürich zeigte sich im März 2020 fast menschenleer.
Foto: Ennio Leanza (Keystone/19. März 2020)
BAG meldet 3001 Neuansteckungen

Dem BAG sind innerhalb der letzten 24 Stunden 3001 neue Ansteckungen gemeldet worden. Am Mittwoch vor einer Woche waren es 4808 Fälle, vor zwei Wochen 5424. Die Positivitätsrate beträgt 10,3 Prozent.

Es gab 147 neue Spitaleinweisungen und 58 Todesfälle. Zum Vergleich: Am Mittwoch vor einer Woche wurden 220 Spitaleinweisungen und 65 Todesfälle gemeldet, vor zwei Wochen 303 Spitaleinführungen und 96 Todesfälle.

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Jungfreisinnige fordern Lohnverzicht vom Bundesrat

Die Bundesratsmitglieder und die Mitglieder von National- und Ständerat sollen in der Corona-Krise auf 20 Prozent ihres Einkommens aus der Politik verzichten. Die frei werdenden Mittel sollen in die Arbeitslosenversicherung fliessen. Das fordern die Jungfreisinnigen.

Wegen der Betriebsschliessungen und Einschränkungen, die die Politik zur Eindämmung der Pandemie beschlossen habe, hätten viele Menschen ihre Arbeitsstelle verloren, keine Lehre absolvieren können oder sie seien in Kurzarbeit, schrieben die Jungfreisinnigen am Mittwoch. Viele Betriebe seien in ihrer Existenz bedroht.

Die Jungpartei fordert deshalb Solidarität von der nationalen Politik. Würden die Mitglieder von Parlament und Bundesrat auf je 20 Prozent ihres Einkommens aus der politischen Arbeit verzichten, kämen in in einem Jahr plus/minus fünf Millionen Franken zusammen, hatte Parteipräsident Matthias Müller errechnet.

Impfzentrum wird auf Bodenseeschiff eingerichtet

Der Kanton Thurgau hat gestern Dienstag sein erstes Impfzentrum in Betrieb genommen. Nun gab Gesundheitsdirektor Urs Martin bekannt, dass am 2. Februar ein zweites Zentrum in Betrieb genommen wird. Und zwar auf dem Bodenseeschiff MS Thurgau. Es soll zwischen den Städten Kreuzlingen, Romanshorn und Arbon pendeln, wie das «Tagblatt» berichtet. So müsse der Thurgau nur eine Infrastruktur aufbauen und könne damit trotzdem die Bevölkerung in drei verschiedenen Städten versorgen. Falls ein drittes Zentrum benötigt werde, wäre dieses laut Martin in Weinfelden geplant.

red/sda/Reuters

2392 Kommentare
    Bruno Müller

    Das vorsusschauende Handeln des Bundesrats ist leider sinnvoll. Die Variante B.1.1.7 (britische Variante) verbreitet sich viel schneller als die bekannten Varianten, siehe zB:

    ARS-CoV-2 Variant Under Investigation 202012/01 has more than twofold replicative advantage

    Dies bestätigen auch die Zahlen in der Schweiz.

    In Irland macht die Variante mittlerweile die Häfte aller Corona Infektionen aus, so schnell hat sie die andern Varianten verdrängt, siehe zB:

    Taoiseach: UK variant account for almost HALF of all Covid-19 cases in Ireland