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Konkurrenzkampf auf der StrasseBasel und seine Bettler

Seit Monaten prägen Bettler aus Rumänien das Strassenbild in Basel. Im Wahlkampf war das Thema sogar wichtiger als Corona. Helfer sind überfordert und der Ruf nach einem Bettelverbot wird lauter.

Die Bettlerinnen und Bettler aus Rumänien sind auch bei Minustemperaturen präsent.
Die Bettlerinnen und Bettler aus Rumänien sind auch bei Minustemperaturen präsent.
Foto: Dominik Plüss

Es ist der letzte Sonntag im November. Der zentrale Marktplatz in Basel ist praktisch leer. Vor dem Rathaus sitzt eine rumänische Bettlerin in bunten Kleidern. Auf ihrem Schoss liegt eine McDonald’s-Tüte, aus der sie immer wieder Pommes frites fischt.

Nur wenige Meter vor der Frau steht der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr und gibt Interviews. Das Volk hat ihn soeben abgewählt – im Januar wird er seinen Platz räumen müssen. Schon bald wird vielleicht auch die Bettlerin ihre Sachen packen müssen; es könnte der letzte Winter sein, den sie in Basel verbringt. Am Mittwoch entscheidet das Kantonsparlament darüber, ob das Bettelverbot, das seit dem 1. Juli nicht mehr gilt, wieder eingeführt werden soll. Die Chancen stehen gut, dass das Anliegen eine Mehrheit findet.

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