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Kontrollen in VersuchslaborsBehörden schauen weg bei Tierversuchen

Regelwidrigkeiten bei Experimenten mit Tieren werden oft auf dem kleinen Dienstweg geregelt, Kontrollen teils gar nicht durchgeführt. Tierschutz-Organisationen verlangen jetzt konsequenteres Durchgreifen.

Verbrauchsmaterial Maus: 400’000 dieser Tiere kommen jedes Jahr in Schweizer Versuchslabors zum Einsatz.
Verbrauchsmaterial Maus: 400’000 dieser Tiere kommen jedes Jahr in Schweizer Versuchslabors zum Einsatz.
Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Tagelang vegetierten die Tiere im Labor der Universität Basel still vor sich hin. Die in den Körpern wuchernden Tumore waren fast doppelt so gross wie erlaubt. Der Versuchsleiter wäre verpflichtet gewesen, die Mäuse täglich zu kontrollieren – und sie ab einem Tumorvolumen von 2800 Kubikmillimeter von ihren Leiden zu erlösen. Doch der Forscher beschränkte sich auf eine wöchentliche Inspektion – und liess die Versuchstiere leiden.

In einem anderen Fall bohrten Angestellte eines Tierversuchslabors in Basel Mäusen vorschriftswidrig und mit unzureichender Schmerzbekämpfung Löcher in die Schädeldecken. Statt die Wunden zu vernähen wurden diese mit Sekundenkleber verschlossen. In beiden Fällen wurden die Beteiligten mit rund 2000 Franken bestraft.

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