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Diktatorengelder in der SchweizBeim Apéro wurde der Bundesrat überrumpelt

Ein neues Buch enthüllt, wie es dazu kam, dass die Schweiz erstmals die Bankguthaben eines Diktators sperrte. Und welcher Spitzenbanker unmoralische Geschäfte mit der Dritten Welt schon viel früher stoppen wollte.

Entscheid am Apéro in Bern: Imelda Marcos mit einer Büste ihres Mannes, dem philippinischen Ex-Präsidenten Ferdinand Marcos.
Entscheid am Apéro in Bern: Imelda Marcos mit einer Büste ihres Mannes, dem philippinischen Ex-Präsidenten Ferdinand Marcos.
Foto: Erik De Castro (Reuters)

Jahrzehntelang hatten die Schweiz und ihre Banken wenig Skrupel. Bereitwillig nahm man Gelder von Diktatoren und Kleptokraten an. Selbst wenn die korrupten Herrscher von ihren Untertanen verjagt wurden, blieben sie in der Schweiz als Bankkunden willkommen. «Die berühmten Despotengelder sind weitgehend Fantasiegebilde in den Köpfen von Leuten, die das Bankgeheimnis nicht kennen», dozierte Nikolaus Senn, damals Chef der Bankgesellschaft (heute UBS), noch im Jahr 1984.

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