Nause: Nachrichtendienst soll gegen Chaoten vorgehen

Der Berner Sicherheitsdirektor will nach einer Krawallnacht Konsequenzen ziehen. Demonstranten hatten Polizisten und Feuerwehrleute angegriffen.

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In der Nacht ist es in Bern anlässlich eines unangemeldeten Umzugs zu Ausschreitungen gekommen. Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause spricht von einem schweizweiten Phänomen und fordert ein Eingreifen des Bundes.

«Es handelte sich um organisierte, gewaltextremistische Kriminelle», sagte Nause gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Zum wiederholten Mal hätten Demonstranten mit «ungeahnter Brutalität» agiert und neben Polizisten auch Feuerwehrleute angegriffen.

Nachrichtendienst gefordert

Nause betonte auch, dass es sich keineswegs um ein «Berner Phänomen» handle. «In letzter Zeit gab es ähnliche Vorfälle in Zürich und Basel.» Er sei deshalb der Meinung, dass sich der Bund «und insbesondere der Bundesnachrichtendienst» dieser Problematik annehmen müsse.

Zudem seien die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass die Polizei von sämtlichen adäquaten Fahndungsinstrumenten Gebrauch machen könne. «Momentan sind etwa die Hürden für Telefonüberwachungen zu hoch.»

Einsatzkräfte angegriffen

Die Ausschreitungen geschahen im Anschluss an eine illegale Party auf dem sogenannten Warmbächli-Areal. Nach Mitternacht setzte sich ein Umzug mit mehreren Hundert Teilnehmern in Richtung Innenstadt in Bewegung. Dabei kam es zu Sprayereien und weiteren Sachbeschädigungen.

Laut einer Mitteilung der Polizei wurden Einsatzkräfte von Blaulichtorganisationen, welche sich dem Umzug näherten, «unvermittelt und mit hoher Gewaltbereitschaft» angegriffen.

Sachbeschädigungen

Leserreporter berichten, die Polizei habe Wasserwerfer, Tränengas und Gummischrot eingesetzt. Die Demonstranten hätten Schmierereien an Hausfassaden angebracht und Scheiben eingeschlagen. Auch das Inselspital sei betroffen gewesen.

Auf der Internetseite linksunten.indymedia.org heisst es, die «Feiernden» hätten sich danach in die Reitschule zurückgezogen.

rub

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