Bernerland-Bank heiratet Spar- und Leihkasse Münsingen

FusionDie Bernerland-Bank mit Sitz in Sumiswald und die Spar- und Leihkasse Münsingen wollen sich die steigenden

Kosten im Bankwesen teilen und planen eine Fusion.

Der Zusammenschluss erfolge aus einer Position der Stärke, betonte Peter Ritter gestern. Er ist Geschäftsführer der Bernerland-Bank, die ihren Sitz in Sumiswald hat. Diese will mit der leicht kleineren Spar- und Leihkasse Münsingen fusionieren. Deren Vorsitzender Beat Hiltbrunner ist ebenfalls bemüht, nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, der Zusammenschluss könnte aus einer Not heraus erfolgen: «Wir wollen gemeinsam weiterwachsen», sagt er. Beide Regionalbanken gehen insbesondere in der Informationstechnologie von einem grossen Kostensenkungspotenzial aus, wenn sie gemeinsam in die Zukunft gehen. Auch die Regionalbanken müssen mit immer höheren Aufwendungen klarkommen, wenn sie all die gesetzlichen und reglementarischen Vorgaben erfüllen wollen. Zu höheren Kosten führen zudem die strengeren Eigenmittelvorschriften und Liquiditätsanforderungen. Ein weiterer Grund für hohe Kosten ist das dichte Filialnetz. Die Bernerland-Bank, die in einem Einzugsgebiet von 170000 Personen tätig ist, betreibt 15 Filialen. Die Spar- und Leihkasse Münsingen dagegen kommt in ihrem Gebiet mit 100000 Personen mit 7 Filialen aus. Noch ist nicht entschieden, wer die neue Bank leiten wird und wo die Direktion ihren Sitz haben wird. Roland Holzer, Gemeindepräsident von Sumiswald, hofft, «dass Sumiswald punkten wird». Der Emmentaler Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher hingegen ist überzeugt, dass die Region mit dem Zusammenschluss der beiden gesunden Banken so oder so gewinnen wird.sgsSeite 3>

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