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Ein Zvieri für das schnell realisierte Provisorium

Wenn der Verein Kibe am Freitag eine zweite Kita-Gruppe einweiht, ist erst ein Zwischenziel erreicht. Bis in einem Jahr will er seine beiden Gruppen unter einem Dach vereinen.

Jürg Rettenmund
Sandra Wüthrich und Philippe Groux in den neuen Räumen im Gesundheitszentrum.
Sandra Wüthrich und Philippe Groux in den neuen Räumen im Gesundheitszentrum.
Thomas Peter

Am kommenden Freitag kann Kibe Region Huttwil die Räume der zweiten Kita-Gruppe im Gesundheitszentrum an der Spitalstrasse mit einem Besichtigungszvieri eröffnen. Sie kann ihre Kapazität damit von 12 auf 24 Plätze verdoppeln. Für die Eltern in der Region Huttwil ist die Kita damit am Ziel, wie Leiterin Sandra Wüthrich betont. «Kurz nach der Eröffnung vor gut sechs Jahren mussten wir eine Warteliste einführen.»

Anfänglich sei es noch gelungen, diese im Verlauf eines Schuljahres wieder abzubauen.In den letzten Jahren habe die Kita jedoch Eltern auf der Warteliste zum Teil keinen Platz mehr für ihr Kind anbieten können. Als Kibe Region Huttwil deshalb im vergangenen Frühling vom Kanton eine zweite Gruppe bewilligt erhielt, handelten Vorstand und Leitung so rasch wie möglich: Sie sicherten sich Räume im Gesundheitszentrum, die ohne grössere Anpassungen ab Oktober bereitstehen. Dort startet die zweite Gruppe nun am 2. Oktober. Zuvor können die Räume am kommenden Freitag im Rahmen eines Zvieri besichtigt werden.

Flexibler geworden

Was die Plätze betrifft, sei man damit am Ziel, hält die Leiterin fest. Nicht nur habe es gegenwärtig noch freie Plätze. «Wir sind auch wieder flexibler, was die Wochentage betrifft, die wir den Eltern anbieten können.» Betriebswirtschaftlich hingegen mache es keinen Sinn, die Gruppe an zwei Standorten zu führen.

Für den Trägerverein ist deshalb gemäss Präsident Philippe Groux bloss ein Zwischenziel erreicht. Kibe Region Huttwil ist im Gespräch mit der Einwohner­gemeinde, um einen neuen, definitiven Standort zu finden. Die Gemeinde hat gemäss Philippe Groux mehrere Liegenschaften, die als Nachfolger für den aktuellen Standort an der Fiechten­strasse infrage kommen. Dort geniesst die Kita allerdings sehr günstige Konditionen, erlässt ihr der Liegenschaftsbesitzer doch den Mietzins und verlangt nur die Nebenkosten.

Eine Erweiterung der Kita auf die Wohnung im Obergeschoss setzt allerdings bauliche Massnahmen voraus. Das hat nicht nur einen raschen Bezug verunmöglicht, noch immer sind Fragen offen. Dies umso mehr, als der Besitzer die Liegenschaft nun verkaufen will und im Fiechtenfeld nicht alle Nachbarn Freude an einem Ausbau der Kita haben. Sehr willkommen fühlt sich die Kita hingegen im Gesundheitszentrum, wo sie vor dem Umzug ins Fiechtenfeld bereits einmal zu Gast war.

«Tagesschule» in der Kita?

In die Überlegungen zur Standortfrage spielt auch hinein, dass Kibe von den Huttwiler Schulen den Auftrag übernommen hat, Alternativen zu einem zentralisierten Mittagstisch zu organisieren (wir berichteten). So weit wie möglich wird das Bedürfnis dafür über Tageseltern gedeckt, was nicht nur für die Aussenbezirke von Huttwil flexiblere Lösungen erlaubt. Eine Option ist jedoch auch die Betreuung in der Kita statt in einem Schulhaus.

«Egal, wo wir künftig unterkommen, bis in gut einem Jahr wollen wir eine definitive Lö­sung unter einem Dach haben», nennt Sandra Wüthrich das Ziel. Der Zusammenschluss des 1992 gegründeten Tageselternvereins und des 2010 ins Leben geru­fenen Kita-Vereins zum Verein Kibe Region Huttwil auf Anfang dieses Jahres beschert jedoch bereits in diesem Jahr einen weiteren Grund zum Feiern: 25 Jah­re Kinderbetreuung in Huttwil. Begangen wird das am Sams­tag, 11. November, mit einem Fest­akt, einer Kibe-Olympiade und Kasperlitheater im Schulhaus Schwarzenbach.

Besichtigungszvieri:Freitag, 22. September, 16 bis 18 Uhr, ­Gesundheitszentrum Huttwil.

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