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Fertig Exotik: Ginseng-Pflanzen sind Geschichte

Zwanzig Jahre lang pflanzten Schindlers auf ihrem Hof im Oberrinderbach die exotische Heilpflanze Ginseng an. Nach einem katastrophalen Frühling ist jetzt aber Schluss damit.

Bald dürfte die Tafel abmontiert werden: Ursula und Walter Schindler stellen die Produktion von Ginseng im Oberrinderbach als Folge von wetterbedingten Missernten ein.
Bald dürfte die Tafel abmontiert werden: Ursula und Walter Schindler stellen die Produktion von Ginseng im Oberrinderbach als Folge von wetterbedingten Missernten ein.
Marcel Bieri

Eigentlich ist er in Asien und Nordamerika heimisch: der Ginseng. Doch vor über zwanzig Jahren, als viele Landwirte nach Nischenprodukten suchten, die den Fortbestand des Hofes gewährleisten könnten, fand die exotische Heilpflanze ihren Weg ins Emmental.

Zwölf Aren ihres Landes im Oberrinderbach bepflanzte das Ehepaar Ursula und Walter Schindler versuchsweise mit Ginseng.Auch der Burgdorfer Industrielle Willy Michel fand Gefallen an der aus fremden Ländern stammenden Wurzel. Er war Mitglied der Jury, die im Jahr 2000 den Innovationspreis der Region Trachselwald verlieh. Schindlers gewannen diese Auszeichnung, und Michel lobte den Ginseng als drei- bis viermal ertragreicher als Kartoffeln.

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